Ante Rebic Eintracht FrankfurtGetty

"Einer wie Alex Meier": Ante Rebic bei der Eintracht auf dem Weg zum neuen Frankfurter Fußballgott


HINTERGRUND

Geht es nach Marco Russ, ist Ante Rebic gerade dabei, zum neuen "Fußballgott" von Eintracht Frankfurt aufzusteigen. "Er ist ein Spieler, wie es Alex Meier war, und versucht jetzt, in die Fußstapfen zu treten", sagte der Kapitän der Hessen nach Rebics Gala-Auftritt beim 4:1-Sieg gegen Hannover 96. Einmal mehr hatte der kroatische Vize-Weltmeister eindrucksvoll bewiesen, warum viele in ihm den legitimen Nachfolger des langjährigen Publikumslieblings Meier sehen.

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Dabei sind es nicht allein die Tore, wie das zum zwischenzeitlichen 2:0 am Sonntag, oder die Vorlagen, wie vor Jonathan De Guzmans Treffer zum Endstand, die den in den vergangenen Wochen so schmerzlich vermissten Rebic so beliebt machen. Es ist auch die Art, wie er etwa gegen Hannover nach einem klaren Foul an sich aufsprang und am liebsten direkt weitergestürmt wäre. Die Eintracht-Fans honorierten dies umgehend mit Applaus und Sprechchören - so wie sie einst ihren alten "Fußballgott" Alex Meier feierten.

Schließlich sind es die vom nach hartnäckigen Adduktorenproblemen wiedergenesenen Rebic vorgelebten Qualitäten, die der Eintracht bei ihrem eher holprigen Saisonstart abgegangen waren: Tempo, Wucht und Zielstrebigkeit, gepaart mit einem unbedingten Siegeswillen. Dazu ist Rebics Zusammenspiel mit Sturmpartner Sebastian Haller wie aus einem Guss. "Sie ergänzen sich. Haller ist ein guter Fixpunkt und die Läufe von Ante sind bekannt", sagte Verteidiger Evan Ndicka.

Trotz finanziell besserer Angebote: Ante Rebic entschied sich für Eintracht Frankfurt

Hinter Rebic liegt ein turbulenter Sommer. Durch seine starken Leistungen bei der Eintracht hatte er sich wieder in den Kader der kroatischen Nationalmannschaft gespielt, glänzte bei der WM mit einem Traumtor gegen Argentinien und war auch sonst ein wichtiger Eckpfeiler beim überraschenden Finaleinzug. Das weckte Begehrlichkeiten. Internationale Topklubs sollen Schlange gestanden haben, aber Rebic verlängerte seinen Vertrag in Frankfurt.

Dabei habe er einige Angebote ausgeschlagen "die finanziell besser waren". Doch Rebic fühlt sich wohl in der Mainmetropole. "Ich bin glücklich in Frankfurt - mit den tollen Fans und der Stadt", kommentierte er seine Entscheidung. Und machte damit auch die Eintracht-Fans glücklich.

Seinen Platz in der Vereinshistorie hat er seit dem Doppelpack beim sensationellen Sieg im Pokalfinale gegen Bayern München (3:1) inklusive seiner Kult-Forderung in der Halbzeitpause an Mitspieler Kevin-Prince Boateng ("Bruder, schlag den Ball lang") ohnehin schon sicher. Und auch eine weitere Voraussetzung zum Aufstieg zur Klubikone ist erfüllt: "An-te Re-bic Fuß-ball-gott". Die Silbenanzahl stimmt schon mal.

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