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Barcelonas großes Versprechen für die Zukunft: Alejandro Marques kurz vor dem Durchbruch

15:35 MESZ 02.05.19
Alejandro Marques NxGn GFX
Alejandro Marques zählt zu den vielversprechendsten La-Masia-Talenten des FC Barcelona – und ist mittlerweile ganz nah dran am Profi-Team.

HINTERGRUND

Er war einer der großen Stars in der vergangenen Youth-League-Saison, die der FC Barcelona als Triumphator abschloss. Mit zwei Toren trug das Top-Talent aus Barcas prestigeträchtigen La Masia dazu im Finale dazu bei, dass die wichtigste Trophäe im Jugendfußball ihren Weg an die Mittelmeerküste fand.

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Jetzt strebt Alejandro Marques nach mehr, ist auf dem besten Wege, den Schritt zu den Profis zu schaffen. Neben Jeffren Suarez ist er das zweite große venezolanische Zukunftsversprechen in Barcelona. Seit März kommt der 18-Jährige für das B-Team der Katalanen zum Einsatz.

Marques machte in Girona auf sich aufmerksam

Marques wurde in Caracas geboren und schnürte bereits mit fünf Jahren erstmals die Fußballschuhe in der Brasil Soccer School. Schnell machte er sich in Venezuelas Hauptstadt einen Namen, rief etliche hiesige Klubs auf den Plan, die allesamt um seine Dienste buhlten. Als Neunjähriger spielte er bei einem Turnier in Girona, Spanien, vor und schoss die Auswahl Barcelonas im Finale mit drei Toren beinahe im Alleingang ab.

Aufgrund der prekären politischen Lage, entschlossen sich Marques' Eltern dazu, die südamerikanische Heimat zu verlassen und nach Spanien auszuwandern. Alejandro fand zunächst bei Espanyol eine neue fußballerische Heimat. Nach nur einer Spielzeit zog der verheißungsvolle Angreifer weiter, um beim legendären Jugendteam Jabac de Terrassa anzuheuern, das in der Vergangenheit spätere Barca-Größen wie Sergio Busquets oder Riqui Puig hervorgebracht hatte.

Der Schritt zahlte sich aus, 2017 schnappte sich der FCB den furiosen Stürmer. Mit Hinblick auf die tollen Leistungen der Jugendmannschaft in der abgelaufenen Runde, stellte Profi-Trainer Ernesto Valverde fest: "Erfolg im Nachwuchs bedeutet nicht ausschließlich, Titel zu gewinnen, sondern dass die Jungs sich bestmöglich weiterentwickeln. Ich bewerte den Sieg in der Youth League als weiteren Schritt nach vorne und genauso sollten die Spieler das auch sehen."

Ein Rat, den Marques verinnerlicht hat. Ein weiterer Schritt nach vorne ist die Tatsache, dass Francesc Garcia Pimiento, Coach der Barca-Zweitvertretung, ihn und seinen kongenialen Sturmpartner Abel Ruiz immer wieder im Seniorenbereich einsetzt.

Venezuela oder Spanien? Marques muss sich entscheiden

Doch Alejandro gilt nicht nur in Barcelona als heiße Personalie, auch in Venezuela ist man selbstredend auf den Teenager aufmerksam geworden und buhlt um dessen Gunst. Das Problem: Marques könnte sich theoretisch gegen sein Geburtsland entscheiden, debütierte er, der einen spanischen Pass besitzt, im Februar für die U19 der Furia Roja und erzielte – Stand jetzt – bei vier Einsätzen zwei Tore. Wegen der angespannten Lage in Venezuela äußerten Alejandros Eltern zuletzt Zweifel, ihren Sohn dorthin reisen zu lassen, sollte der Anruf von Nationaltrainer Rafael Dudamel kommen.

Dieser will sich bezüglich einer Nominierung ohnehin nicht drängen lassen und kündigte an, Marques erst dann kontaktieren zu wollen, wenn er alt genug sei. Jetzt, kurz vor seinem 19. Geburtstag steht Alejandro am Scheideweg. Wird er es beim großen FC Barcelona packen, oder blüht ihm ein ähnlicher Werdegang wie anderen einst hochgelobten Nachwuchskräften, wie beispielsweise Alen Halilovic oder Bojan Krkic? Die Zeit wird es zeigen.