Nach der 0:2-Niederlage des südafrikanischen Top-Teams Kaizer Chiefs am Samstag im Halbfinale des Nedbank Cups gegen die Free State Stars haben Anhänger der Chiefs ihrer Wut freien Lauf gelassen, Sicherheitskräfte und Spieler angegriffen sowie wahllos Kameras und Werbebanden beschädigt. Laut der Times LIVE wurden 18 Personen verletzt. Bis zum Sonntagnachmittag deutscher Zeit wurden zwei Personen festgenommen.
Ultras der Kaizer Chiefs hatten nach dem Abpfiff den Rasen gestürmt. Sicherheitskräfte, darunter Polizisten und von den Kaizer Chiefs für die Heimspiele im Moses Mabhida Stadium angestellte Security Guards, konnten die mit Plastikstühlen, Sitzschalen, Werbetafeln und Latten bewaffneten Chaoten nicht aufhalten und wurden angegriffen.
Fans der Kaizer-Chiefs treten auf Ordner ein
Videoaufnahmen zeigen schockierende Bilder, in denen auf am Boden liegende Ordner eingeschlagen und -getreten wird. Im Goal-Video oben ist zudem das Ausmaß des Chaos zu erkennen. Die Spieler und Offiziellen beider Vereine konnten sich ins Innere des Stadions flüchten, ehe der Mob sie erreichte.
Mit vereinten Kräften gelang es schwer bewaffneten Polizisten, den Eingang zu sichern. Dabei setzten die Beamten Tränengas und Schlagstöcke ein. Auch Steve Komphele, der in der Kritik stehende Trainer der Kaizer Chiefs, dem laut Times LIVE der Großteil der Fan-Wut galt, blieb deshalb unverletzt. Im Anschluss an die Niederlage und die schlimmen Szenen trat er noch am Samstagabend zurück.
Randale bei den Kaizer Chiefs: Über 200.000 Euro Schaden
Auf der Tribüne wurde ein Feuer entfacht und Rauchbomben gezündet, auf dem Rasen zudem eine Kamera in Brand gesetzt. Als der Spuk vorbei war und die Randalierer das Weite gesucht hatten, war das gesamte Spielfeld mit Trümmern übersäht. Wie eine Vereinssprecherin gegenüber der Times (Südafrika) bestätigte, entstand nach einer ersten Schätzung ein Sachschaden von über 200.000 Euro (drei Millionen Rand).
"Wir verurteilen die sinnlose Gewalt aufs Schärfste und wünschen allen zu Schaden gekommenen Personen gute Besserung", heiß es in einem offiziellen Statement der Kaizer Chiefs.


