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Wilde Szenen beim Belgrad-Derby! Fans legen auf der Tribüne des Erzrivalen Feuer

Vasilije Kostov brachte Roter Stern kurz vor der Pause im heimischen Stadion Rajko Mitic in Führung. Für den erst 17-jährigen Senkrechtstarter war es bereits das elfte Saisontor. Im Oktober debütierte Kostov für die serbische Nationalmannschaft. Neulich berichtete das Nachrichtenportal Telegraf, dass der FC Bayern und der FC Arsenal am Spielmacher interessiert sein sollen. Dem Vernehmen nach verlangt Roter Stern 20 Millionen Euro.

  • Nach dem Seitenwechsel erhöhte der mehr als doppelt so alte Marko Arnautovic auf 2:0. Der 36-jährige Österreicher mit serbischen Wurzeln war erst vor der Saison ablösefrei von Inter Mailand zu Roter Stern gewechselt, wo er als teuerster Spieler der Klubgeschichte gilt. 

    Aufgrund wiederholter Verletzungsprobleme kam Arnautovic bis dato nur unregelmäßig zum Einsatz. Ende Dezember kritisierte ihn Generaldirektor Zvezdan Terzic öffentlich. "Ja, ich hatte mehr erwartet", sagte Terzic in einem Interview mit dem Portal Mozzartsport. "Er war immer wieder verletzt. Er sollte sich mal fragen, warum er sich ständig verletzt. Liegt es am Übergewicht oder vielleicht an seiner Ernährung und seinem Lebensstil?"

    Nachdem Roter-Stern-Keeper Matheus einen Foulelfmter von Partizans Milan Vukotic gehalten hatte, erzielte Aleksandar Katai - mit 35 Jahren ein weiterer Altstar - das abschließende 3:0. Und zwar auf Vorarbeit von Senkrechtstarter Kostov.

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    Partizan-Fans legen auf der Tribüne Feuer

    "Kostov ist ein Spieler für große Anlässe, Katai und Arnautovic scheinen nicht zu altern", schrieb das Portal Novasport. Trainer Dejan Stankovic lobte derweil seine "alten Wölfe" Arnautovic und Katai: "Ich weiß, dass sie mit einer einzigen Aktion ein Spiel entscheiden können. Ich zweifle nicht an ihrer Qualität und ihrer Einstellung. Sie haben alles gegeben, der Lohn lässt nicht lange auf sich warten." Toptalent Kostov attestierte Stankovic derweil "enormes Potential": "Bis jetzt hat er sich das Lob redlich verdient."

    Für unschöne Szenen sorgten derweil die Fans von Partizan. Nach Arnautovics 2:0 zündeten sie im Stadion des Erzrivalen Sitzschalen an, die Feuerwehr musste im Block anrücken und den Brand löschen. Nach einer rund achtminütigen Unterbrechung ging das Spiel weiter. Durch den 3:0-Sieg baute Roter Stern den Vorsprung an der Tabellenspitze auf vier Punkte aus.

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