Weil Liverpool auf dem Sommertransfermarkt auf ganz große Einkaufstour ging, musste Elliott weichen. Es verschlug ihn auf Leihbasis zu Aston Villa. Schon als er auf dem Weg zu seinem neuen Klub bittere Tränen vergoss, deutete sich an, dass dies nicht seine beste Entscheidung werden sollte.
Er weinte, weil es sich für ihn anfühlte, als habe er es bei seinem geliebten FC Liverpool nicht ganz geschafft. Monate später hätte er nun aber noch einen Grund mehr, um in Tränen auszubrechen. Denn bei Villa spielt Elliott eigentlich gar keine Rolle und das ist keineswegs Elliotts Fehler.
Das hat einerseits mit den Gerüchten zu tun, wonach Villa-Trainer Unai Emery Elliott gar nicht wollte. Der Spanier hätte lieber West Ham Uniteds Lucas Paqueta für das Mittelfeld verpflichtet. Sportchef Monchi, der drei Wochen nach Elliotts Verpflichtung nicht mehr im Amt war, habe Elliott aber angeblich favorisiert und dessen Leihe durchgedrückt.
Die vertraglichen Vereinbarungen sehen dabei vor, dass eine Kaufpflicht über rund 40 Millionen Euro greift, sollte Elliott zehn Pflichtspiele für Villa bestreiten. Das ist die Grundlage für die Tragik von Elliotts Fall und belegt in seiner Gesamtheit die Perversität des Profigeschäfts: Bislang wurde er erst sieben Mal eingesetzt. Und es darf bezweifelt werden, dass auch nur noch ein Spiel dazukommt.
Villa will nämlich einfach nicht, dass die Klausel greift. Weil Emery ihn nie haben wollte, er ohne Elliott gut auskommt und seine gefestigte Mannschaft in dieser Saison einen echten Höhenflug hingelegt hat. Elliott und Villa ist eines der größten Missverständnisse der vergangenen Sommer-Transferperiode.