Borussia Dortmunds Sportdirektor Sebastian Kehl hat sich im Vorfeld des Bundesligaspiels gegen den FC St. Pauli zu den Gerüchten über einen möglichen Wechsel zum Hamburger SV geäußert.
Getty ImagesWechsel zum HSV? BVB-Boss Sebastian Kehl spricht über Gerüchte: "Ich glaube, ich muss nicht betonen, was dieser Klub für mich bedeutet"
BVB: Sebastian Kehl verweist auf seinen Neujahrsvorsatz
"Ich glaube, ich muss nicht betonen, was dieser Klub für mich bedeutet. Ich bin seit über 24 Jahren hier. Mein Fokus liegt ausschließlich auf dieser Transferzeit und auf den Themen, die wir hier zu bearbeiten haben", bekannte sich Kehl am Samstagnachmittag bei Sky zum BVB, dementierte ein angebliches Interesse aus Hamburg dabei jedoch nicht. Die Arbeit in Dortmund mache ihm "jede Menge Freude und von daher habe ich im Moment ehrlich gesagt keine anderen Themen", so der 45-Jährige weiter.
Danach stellte Kehl, dessen Vertrag beim BVB noch bis Sommer 2027 läuft, klar: "Ich habe mir in diesem Jahr etwas vorgenommen - Gerüchte um meine Person nicht weiter zu kommentieren. Vielleicht versuchen wir, das nicht am 17. Januar direkt schon zu brechen."
Auf Nachfrage, ob er einen Wechsel zum HSV für jetzt und auch für kommenden Sommer ausschließen könne, meinte Kehl: "Ich glaube, ich habe gerade meine Antwort gegeben." Bei DAZN wurde der ehemalige BVB-Profi ebenfalls zu den Hamburg-Gerüchten befragt, dort wich er den entsprechenden Fragen zweimal aus.
Getty Images SportSebastian Kehl wird als Kuntz-Nachfolger beim HSV gehandelt
Der HSV und Ex-Sportvorstand Stefan Kuntz hatten sich Anfang des Jahres voneinander getrennt. Zunächst war der Rücktritt mit "persönlichen familiären Gründen" erklärt worden, später stellte sich in einem Enthüllungsbericht jedoch heraus, dass "Vorwürfe eines schwerwiegenden Fehlverhaltens von Stefan Kuntz" zur Trennung geführt haben sollen. Der HSV nannte die Vorwürfe in einem Statement "glaubhaft", während Kuntz, der seinen Job in Hamburg im Mai 2024 angetreten hatte, die Anschuldigungen "entschieden zurück" wies.
Dass der HSV angeblich Kehl als Kuntz-Nachfolger im Auge hat, hatte vor einigen Tagen zunächst Sky berichtet. Wenig später schrieben dann Sport Bild und WAZ, dass der BVB seinen Sportdirektor nicht aufhielte, sollte dieser im Sommer eine Luftveränderung in Richtung Hamburg anstreben.
Dortmunds Geschäftsführer Sport Lars Ricken war bereits unter der Woche vor dem 3:0-Sieg gegen Werder Bremen auf die Spekulationen rund um Kehl angesprochen worden. Er betonte, keinerlei Avancen aus dem Norden erhalten zu haben: "Ich weiß nicht, was die Hamburger sich für Gedanken machen. Es ist niemand an uns herangetreten. Wir wissen davon nichts", so Ricken bei DAZN.
Sebastian Kehl arbeitet seit 2018 auf Funktionärsebene für den BVB
Kehl hatte als Spieler von 2002 bis 2015 das BVB-Trikot getragen. 362-mal stand er für die Dortmunder auf dem Platz, gewann mit ihnen drei deutsche Meistertitel (2002, 2011 und 2012) sowie einmal den DFB-Pokal (2012). Drei Jahre nach seinem Karriereende begann der ehemalige deutsche Nationalspieler dann im Sommer 2018 als Leiter Lizenzbereich bei den Westfalen.
Vier Jahre später, im Sommer 2022, stieg Kehl zum Sportdirektor auf. Insgesamt kann er bereits auf 21 Jahre bei der Borussia zurückblicken.
GettySebastian Kehl beim BVB in Zahlen
- 2002 - 2015: Spieler (362 Einsätze)
- 2018 - 2022: Leiter Lizenzbereich
- seit 2022: Sportdirektor



