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"Was sie mir angetan haben, war ein Verbrechen": 18-Jähriger bricht nach Spuck-Attacke und rassistischen Anfeindungen in Tränen aus

Der 18-jährige Luighi vom brasilianischen Klub Palmeiras Sao Paulo ist bei einem Interview im Anschluss an ein Spiel seines Vereins in Tränen ausgebrochen. Grund dafür waren rassistische Beschimpfungen der gegnerischen Fans.

  • WAS IST PASSIERT?

    Der Mittelstürmer trat in der Nacht zum Freitag mit der U20 von Palmeiras in der U20 Copa Libertadores auswärts bei Club Cerro Porteño in Paraguay an. Die Partie entschieden die Brasilianer sportlich mit einem 3:0-Sieg deutlich für sich, allerdings trugen sich während der Begegnung schlimmen Szenen zu.

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  • WAS IST DER HINTERGRUND?

    Luighi sowie Teamkollege Figueiredo wurden bei einem Einwurf von Cerro-Porteño-Fans zunächst mit Affen-Lauten und -Gesten verhöhnt, im Anschluss spuckte ein Zuschauer Luighi sogar direkt ins Gesicht.

    Nach Spielende wollte der 18-Jährige die Geschehnisse nicht auf sich sitzen lassen und holte zu einem emotionalen Rundumschlag aus. Als der Reporter ihn nach dem 3:0-Sieg fragte und die rassistischen Vorfälle zu überspielen schien, brach Luighi am Mikrofon in Tränen aus.

  • WAS WURDE GESAGT?

    "Ist das dein Ernst? Du stellst keine Frage zu den rassistischen Dingen, die sie zu mir gesagt haben? Ist das dein Ernst?", schimpfte er. "Wie lange müssen wir das denn noch ertragen? Bis wann? Sag es mir, wie lange so etwas noch passieren soll? Was sie mir angetan haben, war ein Verbrechen. Willst du darüber keine Frage stellen? Willst du wirklich nur eine Frage zum Spiel fragen? Was will die Copa dagegen machen? Was will der CBF (brasilianischer Verband; Anm.d.Red.) tun? Du wolltest dazu keine Frage stellen, oder?"

  • WIE GEHT ES WEITER?

    Im Anschluss veröffentlichte die CONMEBOL (Copa Libertadores; Anm.d.Red) ein offizielles Statement, in dem die rassistischen Anfeindungen verurteilt wurden. "CONMEBOL lehnt kategorisch jede Form von Rassismus oder Diskriminierung ab. Angemessene disziplinarische Maßnahmen werden ergriffen und weitere Schritte werden in Absprache mit Experten auf diesem Gebiet evaluiert."

    Auch Club Cerro Porteño stellte sich in einer Mitteilung deutlich auf die Seite der beiden Palmeiras-Spieler und bekräftigte sein Engagement für einen fairen und respektvollen Umgang im Fußball: "Cerro Porteño drückt seine vollständige Ablehnung aller Akte von Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung aus. Wir bitten auch alle Beteiligten im Fußball und die Gesellschaft um Unterstützung, um sicherzustellen, dass der Fußball gesund bleibt und frei von schädlichen und erniedrigenden Handlungen ist, die die größte Feier des Sports trüben."

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