Nico Schlotterbeck, BVB, 2024, SPOX, GERMANYGetty Images

"War teilweise wahnsinnig": Nico Schlotterbeck mit gnadenlosem Rundumschlag gegen Mannschaft des BVB

Nach dem 1:1-Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim ist Verteidiger Nico Schlotterbeck knallhart mit der Leistung der gesamten Mannschaft des BVB ins Gericht gegangen.

  • WAS WURDE GESAGT?

    "Es war, mal abgesehen von den Auswärtsspielen, mit das schlechteste Spiel, was wir gemacht haben. Das muss man so ehrlich sagen", schimpfte der 25-Jährige (SPOX-Note 3) nach Abpfiff am DAZN-Mikrofon. "In einem Heimspiel. Wo wir gewinnen müssen, weil wir dranbleiben wollen. Das ist unerklärlich. Ein unfassbar schlechtes Spiel von uns."

    Vor allem in der zweiten Hälfte sei man kaum in die gegnerische Hälfte gekommen, führte Schlotterbeck aus. "Wir haben unfassbar viele Ballverluste gehabt. Wir hatten keine Klarheit in unserem Spiel. Das war teilweise wahnsinnig." Das Ergebnis sei in dieser Hinsicht nur zweitrangig: "Beim Tor war es ein Einwurf, der natürlich so nicht passieren darf. Aber selbst wenn wir 1:0 gewonnen hätten, wäre das nichts gewesen."

    Der Mannschaft warf Schlotterbeck vor, "ohne Energie" gespielt zu haben. "Wir sind Fußballprofis. Das war vier Tage nach dem letzten Spiel. Ich erwarte von der gesamten Mannschaft, dass sie 90 Minuten lang an den Anschlag geht. Das war von allen zu wenig. Da nehme ich mich natürlich auch mit rein. Das geht nicht. In einem Heimspiel ist das unerklärlich", so der Dortmunder Innenverteidiger.

    Selbst die offenbar deutliche Ansprache in der Halbzeit habe nichts gebracht: "Wir haben das in der Pause angesprochen. Da wurde es auch ein bisschen lauter. Aber wir haben es auch danach nicht hinbekommen. Es war nicht gut. Wir haben es probiert, wir wollten. Aber es ging nichts. Wir haben unfassbar viele Bälle verloren. Wir waren unsauber und unseriös."

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  • WAS IST DER HINTERGRUND?

    Bitter sei das Remis gegen die TSG vor allem deshalb, da es der BVB verpasste, den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten. Von der Niederlage des FC Bayern München profitierte man daher nur bedingt. "Wir sind Borussia Dortmund. Wir müssen am Sonntag gegen Hoffenheim, wenn wir dran bleiben wollen oben an der Spitze, gewinnen", kritisierte Schlotterbeck. "Das erwarte ich von den Jungs, dass sie voll ans Limit gehen. Das haben wir heute nicht gemacht und darum haben wir nur 1:1 gespielt."

  • WAS WURDE NOCH GESAGT?

    Auch Trainer Nuri Sahin war mächtig angefressen: "Dafür gibt es keine Erklärung. Das musst du wegverteidigen. Heute war das nicht gut von uns, von der ersten bis zur letzten Minute, aber trotzdem musst du das am Ende ziehen."

    Der Coach führte aus: "Es ist ja offensichtlich, ich kann ja kein Märchen erzählen - die erste Halbzeit war überhaupt nicht gut. Da war ich mit unserem Positionsspiel gar nicht zufrieden. Ich habe auch keine gute Energie gespürt, alles so ein bisschen träge."

  • EIN BLICK AUF DIE ZAHLEN:

    Durch das Remis steckt Dortmund weiterhin im Mittelfeld der Tabelle fest. Nach 14 Spieltagen hat das Team von Sahin 22 Punkte auf dem Konto, was derzeit Platz acht bedeutet. Auf Spitzenreiter Bayern fehlen bereits elf Zähler.

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