Werners Kapitän betonte hingegen, er habe sich auf dem Platz "eigentlich" und "ausnahmsweise" sogar recht gut mit dem Schiedsrichter verstanden und wollte deshalb "kein schlechtes Wort über ihn verlieren". Dennoch äußerte er ebenfalls seinen Unmut über die Fehlentscheidung - und offenbarte einen kuriosen VAR-Dialog zwischen Siebert und Videoassistent-Referee Benjamin Cortus.
"Ich bin zum Schiri hin, danach hat er gesagt, dass ihm durchgesagt wurde, dass es kein Foul ist und außerhalb war. Er meinte, der Keller hat zu ihm gesagt, es ist außerhalb und außerdem auch kein Foul." Raum kommentierte: "Außerhalb gebe ich ihm, aber wenn das kein Foul ist...".
Ganz allein stand VAR Cortus jedoch nicht mit seiner Sicht der Dinge. Zumindest Bayern-Präsident Herbert Hainer wollte ebenfalls nicht zwingend ein Foulspiel gesehen haben. "Ich bin nicht der Überzeugung, dass man das pfeifen muss."
Gänzlich anders urteilte Sky-Experte Lothar Matthäus über die Szene. Er stimmte Raum zu und betonte ebenfalls, dass ein klares, auf den ersten Blick erkennbares und obendrein gelbwürdiges Foulspiel vorgelegen habe. Da der Kontakt allerdings knapp vor dem Strafraum erfolgte, hätte der VAR auch bei einem Erkennen des Vergehens nicht eingreifen dürfen.
Der Linksverteidiger blieb im Gegensatz zu seinem Trainer vergleichsweise gelassen, betonte jedoch: "Es war in den letzten Wochen mit dem VAR ein bisschen ungünstig, deswegen sage ich jetzt einfach nichts mehr. Ich wäre auch nicht gerne Schiedsrichter, und schon gar nicht Linienrichter."
Der RB-Kapitän war zuletzt bei der 1:2-Niederlage gegen St. Pauli in der Nachspielzeit unglücklich weggerutscht und hatte einen Strafstoß verursacht. In Anspielung darauf sagte Raum: "Wenn das kein Foul ist, sorry, dann ist mein Wegrutschen gegen St. Pauli auch kein Foul."