RB Leipzig denkt auf der Suche nach einem langfristigen Nachfolger für den entlassenen Marco Rose offenbar über eine Rückholaktion von Matthias Jaissle nach. Das berichtet die Bild.
Getty Images SportTeuerster deutscher Coach: RB Leipzig will angeblich Top-Trainer als Nachfolger von Marco Rose
Getty ImagesWAS IST DER HINTERGRUND?
Demnach wurde der Name des 36-Jährigen intern bei den Sachsen bereits diskutiert. Vor allem Sportvorstand Marcel Schäfer und RB-Direktor Mario Gomez sollen große Stücke auf Jaissle halten. Schäfer wollte ihn 2024 sogar als Trainer zum VfL Wolfsburg holen.
Jaissle steht derzeit beim saudi-arabischen Klub Al-Ahli unter Vertrag und soll dort rund elf Millionen Euro jährlich kassieren - kein deutscher Trainer weltweit verdient mehr. Jaissle, der in seiner Karriere 31 Bundesligaspiele für die TSG Hoffenheim absolvierte, ist mit dem Red-Bull-Kosmos bestens vertraut. 2019 übernahm er die U18 von Salzburg, im Anschluss ging es über den RB-Ausbildungsklub FC Liefering zu den Profis, mit denen er 2022 das Double aus Meisterschaft und Pokal holte.
(C)Getty ImagesWIE GEHT ES WEITER?
Zuletzt gab es Gerüchte, dass Jaissle über einen Abschied aus Saudi-Arabien nachdenke. Es hieß, er wolle nach Europa zurückkehren, um dort als Trainer zu arbeiten. Auch sein Nachfolger bei Al-Ahli soll schon feststehen: Ex-Juventus-Coach Massimiliano Allegri könnte für Jaissle übernehmen.
Darüber hinaus gelten auch Roger Schmidt (vereinslos, zuletzt Benfica Lissabon) und Oliver Glasner (Crystal Palace) als mögliche Kandidaten bei Leipzig. Ersterer wäre nach seiner Vertragsauflösung sogar ablösefrei zu haben, bei Glasner müsste man wohl eine nicht unerhebliche Summe nach London überweisen.
Interimstrainer Zsolt Löw soll die Geschicke wiederum ausdrücklich nur bis zum Sommer leiten. Danach kehrt er zu seiner Rolle als Head of Soccer Development bei der Red Bull GmbH zurück, wo er Jürgen Klopp zuarbeitet.
Der ehemalige BVB- und Liverpool-Coach ist ebenfalls kein Kandidat auf den Trainerposten bei Leipzig. "Vorher würde ich das noch machen. Und das will gar keiner sehen. Daher kann ich das zu 1000 Prozent ausschließen", erklärte RB-CEO Oliver Mintzlaff angesprochen auf eine mögliche Klopp-Übernahme vor dem DFB-Pokalhalbfinale beim VfB Stuttgart am Mittwochabend.
EIN BLICK AUF DIE ZAHLEN:
Leipzig hat nach 27 Spieltagen in der Bundesliga drei Punkte Rückstand auf den Tabellenvierten FSV Mainz 05, der sich derzeit für die Champions League qualifizieren würde. Im DFB-Pokal ist man nach der 1:3-Niederlage gegen den VfB Stuttgart nicht mehr vertreten.



