Spektakulärer Tausch und ein Abflug? Die Folgen des De-Ligt-Deals

Matthijs de Ligt ist am Montag in München angekommen. Der Niederländer wechselt von Juventus Turin zum deutschen Rekordmeister.

Was bedeutet das aber für die anderen Abwehrspieler im FCB-Kader? Wessen Position wackelt, wer will den Klub schnell verlassen? Ein Überblick.

  • MATTHIJS DE LIGT

    Der FC Bayern hat mit seinem verbesserten Angebot für Matthijs de Ligt bei Juventus Turin Erfolg gehabt. Der niederländische Abwehrstar wechselt an die Isar und ist noch am Montag in München eingetroffen.

    70 Millionen Euro fixe Ablöse plus zehn Millionen an etwaigen Boni sollen die Bayern für den 22-Jährigen, der 2019 für eine ähnliche Summe von Ajax zur Alten Dame wechselte, auf den Tisch legen. Sein Vertrag in München soll bis 2027 laufen.

    Mit Juventus gewann de Ligt 2020 die italienische Meisterschaft, 2021 den italienischen Pokal. In den vergangenen beiden Jahren mussten sich die Bianconeri jeweils mit dem enttäuschenden vierten Platz abfinden.

    De Ligt ist der von Trainer Julian Nagelsmann gewünschte Abwehrchef. Nach Informationen von GOAL und SPOX traut er den bisherigen Innenverteidigern eine Entwicklung in diese Rolle nicht zu.

    De Ligt spielte bei Ajax und Juve zwar zumeist in einer Viererkette, kann aber genauso gut in einem System mit Dreier-/Fünferkette zum Einsatz kommen. Ein Stammplatz dürfte ihm sicher sein, was Fragen über die Zukunft der aktuellen Belegschaft aufwirft.

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  • DAYOT UPAMECANO BAYERN MÜNCHEN BUNDESLIGA 04122021Getty Images

    DAYOT UPAMECANO

    Nach zwei gemeinsamen Jahren bei RB Leipzig wechselten Nagelsmann und Upamecano im vergangenen Sommer nach München. Der 23-jährige Innenverteidiger kostete 42,5 Millionen Euro.

    Upamecano erfüllte die in ihn gesteckten Erwartungen aber nicht, präsentierte sich zu wechselhaft. Wie der kicker berichtet, könnte er den Klub im Falle einer De-Ligt-Verpflichtung schon nach einem Jahr wieder verlassen.

    Übereinstimmenden Medienberichten zufolge zieht Upamecano einen Wechsel nach England in Erwägung. Interessant: Vergangene Woche wechselte er seine Berateragentur. Dabei folgte er laut Sky aber nur seiner Beraterin Raquel Rosa.

  • GERMANY ONLY: BENJAMIN PAVARD BAYERN MÜNCHEN BUNDESLIGA 05032022Imago Images

    BENJAMIN PAVARD

    Der 26-Jährige verteidigte beim FC Bayern bisher hauptsächlich rechts, strebt aber eine Versetzung ins Zentrum an. Für die Rechtsverteidigung holte der Klub Noussair Mazraoui ablösefrei von Ajax Amsterdam.

    Durch die De-Ligt-Verpflichtung wird es für Pavard aber auch im Zentrum eng, der Neuzugang und Lucas Hernandez dürften gesetzt sein. Zudem mehren sich die Gerüchte, wonach ein Abschied Pavards nicht ausgeschlossen sei.

    Als Interessenten werden Atletico Madrid, der FC Chelsea und Juventus Turin gehandelt. Dem kicker zufolge würde Nagelsmann im Zweifel aber lieber Upamecano abgeben, weil Pavard flexibler einsetzbar ist.

  • LUCAS HERNANDEZ

    Ein Angebot für den Rekordtransfer (2019, 80 Millionen Euro von Atletico) von PSG hat es laut Bild nicht gegeben - er soll beim FCB als unverkäuflich gelten. Mit seiner Aggressivität könnte Hernandez einen guten De-Ligt-Nebenmann geben.

  • TANGUY NIANZOU BAYERN MÜNCHEN Getty Images

    TANGUY NIANZOU

    Neben den drei etablierten Franzosen steht beim FC Bayern weiterhin der junge Nianzou unter Vertrag. In seinen bisherigen zwei Jahren im Klub blieb dem 20-Jährigen der Durchbruch verwehrt.

    Laut L'Equipe will sich Nianzous Berater mit Hasan Salihamidzic zusammensetzen und die Zukunft seines Klienten ausloten. Die Bayern wollen angeblich verlängern, Nianzou kann sich aber einen Abschied vorstellen - fest oder als Leihe.

    Laut Sky will Nagelsmann Nianzou in der Vorbereitung beobachten und dann entscheiden, ob ein Leihgeschäft die bessere Option für ihn wäre. L’Equipe nennt Bayer Leverkusen und RB Leipzig als Interessenten.

    Nagelsmann selbst sagt aber: "Eine Leihe von Tanguy ist keine Option. Er wird sicher bei uns bleiben. Er hat in der Rückrunde eine gute Entwicklung genommen. Er ist in meinem Kopf fest eingeplant und wird eine Rolle spielen."

  • Chris Richards BayernGetty

    CHRIS RICHARDS

    Nach zwei Leihgeschäften zur TSG Hoffenheim ist der 22-Jährige zurück in München. Der US-Amerikaner hofft auf eine Teilnahme an der WM in Katar - und braucht Spielpraxis.

    Laut Sport1 gibt es eine Einigung des Spielers mit Crystal Palace, der FC Bayern würde ihn für 15 Millionen Euro abgeben. Neben erneut Hoffenheim sollen auch der FC Southampton und Leeds United Interesse haben.

    Möglich wäre es auch, dass Richards als Gegenwert in einen Deal um Hoffenheims David Raum integriert wird. Für diesen fordert die TSG laut kicker bis zu 40 Millionen, mithilfe von Richards könnte der Deal für die interessierten Münchner billiger werden.

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