Zwischen Red Bull und Jürgen Klopp soll es knirschen. Ein vorzeitiger Abschied des ehemaligen Trainers von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool sei nicht ausgeschlossen. Das schreiben die Salzburger Nachrichten.
Getty Images"Völliger Schwachsinn": Red Bull reagiert auf brisanten Bericht zu einem möglichen Aus von Jürgen Klopp
In dem Bericht heißt es, dass Klopp rund 14 Monate nach seinem Amtsantritt als Global Head of Soccer beim österreichischen Brausehersteller "nicht mehr unumstritten" sei. Sportlich ist die Bilanz vieler Red-Bull-Vereine in diesem Zeitraum bescheiden, wenngleich Klopps Möglichkeit der Einflussnahme zugegebenermaßen noch nicht allzu groß gewesen sein dürfte. Allerdings heißt es, Klopp sei "mittlerweile das perfekte Testimonial für den Salzburger Getränkekonzern. Damit kann er aber nicht überdecken, dass sich seine Verpflichtung in seinem eigentlichen Tätigkeitsbereich noch nicht positiv ausgewirkt hat".
Auch der Schwarzwälder selbst unzufrieden sein. Sollte Klopp sich entscheiden, wieder als Trainer arbeiten zu wollen, sei eine Trennung im Sommer möglich, sein Arbeitgeber werde ihm keine Steine in den Weg legen.
Red Bulls Geschäftsführer Oliver Mintzlaff dementierte allerdings bei transfermarkt.de: "Das ist völliger Schwachsinn und komplett aus der Luft gegriffen. Im Gegenteil: Wir sind extrem zufrieden mit der Arbeit von Jürgen Klopp. Er investiert sehr viel, ist in permanentem Austausch mit unseren Trainern sowie Sportdirektoren und entwickelt unsere Red Bull Fußballphilosophie nachhaltig weiter. Wir sind davon überzeugt, dass er der richtige Mann für diesen Job ist. Darauf legen wir unseren gesamten Fokus und unsere Energie."
GettyKlopp-Nachfolger? Gerücht um Oliver Glasner
Die Salzburger Nachrichten schreiben indes, bei Red Bull mache man sich bereits Gedanken um einen möglichen Nachfolger auf dem Posten des Fußballchefs und ein alter Bekannter sei dabei aktuell der Top-Favorit: Oliver Glasner.
Der 51-Jährige arbeitete 2012 für einige Monate als Sportkoordinator bei RB Salzburg und war dort anschließend zwei Jahre lang Assistenztrainer von Roger Schmidt. Nach mehreren Stationen, unter anderem in der deutschen Bundesliga bei Eintracht Frankfurt, heuerte er 2024 bei Crystal Palace an und führte den Londoner Klub ein Jahr später sensationell zum Gewinn des FA Cups.
Vor wenigen Wochen verkündete Glasner, dass er seinen auslaufenden Vertrag bei Palace nicht verlängern wird. Seitdem war er vor allem als neuer Coach bei den englischen Schwergewichten Manchester United und Tottenham Hotspur im Gespräch.
Jürgen Klopp stebt keine Rückkehr auf die Trainerbank an
Klopps Vertrag bei Red Bull läuft derweil noch bis Ende 2029. Zuletzt betonte der 58-Jährige immer wieder, wie sehr ihm seine Tätigkeit bei Red Bull gefalle und dass er keine Rückkehr auf die Trainerbank anstrebe.
So sagte er noch im Januar bei Servus TV: "Ich wollte diesen ganz straffen Terminkalender, den ich über 25 Jahre gelebt habe, so nicht mehr machen. Der Trainermarkt wird durchgemischt und es ist nicht schlimm, das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte, weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist."
Außerdem ist Klopp ein Freund von langfristigen Aufenthalten. "Ich bin sieben Jahre in Mainz geblieben, obwohl ich jedes Jahr wechseln hätte können, bin sieben Jahre in Dortmund geblieben, obwohl ich relativ häufig woanders hingehen hätte können und ich hätte in Liverpool, wo ich nicht so viele Anfragen hatte, schon früher aufhören können. Also ich mag lange Beziehungen und die bei Red Bull hat gerade erst angefangen", erklärte er.
AFPJürgen Klopp ist bei Real Madrid im Gespräch
Klopps Bekenntnisse ändern jedoch wenig daran, dass er immer wieder bei großen Klubs gehandelt wird. Allen voran beim Rekord-Champions-League-Sieger Real Madrid, der im Sommer einen neuen Übungsleiter sucht und wo er der Wunschkandidat des mächtigen Präsidenten Florentino Perez sein soll.
Einer, der bereits mehrfach über ein zügiges Ende des Klopp-Engagements bei Red Bull geunkt hat, ist Bayern-Patron Uli Hoeneß. Er sagte noch in der Vorwoche in der Bild: "Das ist für mich keine Rolle, die zu ihm passt. Jürgen Klopp muss auf dem Fußballplatz stehen, das ist keiner, der für Vorträge durch die Welt fliegt. Seine größte Stärke ist das Zwischenmenschliche, wie er die Spieler pushen kann. Aber wie willst du in Leipzig etwas pushen, wenn du schon wieder in Salzburg bist und dann nach Brasilien fliegst?"
Jürgen Klopps Stationen als Cheftrainer
- 2001 - 2008: FSV Mainz 05
- 2008 - 2015: Borussia Dortmund
- 2015 - 2024: FC Liverpool



