Barcas Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nur zwei Minuten später verwandelte Robert Lewandowski nach einem Traumpass von Pedri technisch anspruchsvoll einen Außenrist-Lupfer, der vom Innenpfosten ins Tor prallte. Doch es ging weiter: Nach einem Real-Eckball klärte Raphinha zunächst einen Kopfball von Dean Huijsen auf der Linie spektakulär an die Latte. Der Abpraller landete bei Gonzalo Garcia, der im Fallen die Kugel an die Latte, den Innenpfosten und ins Tor drosch. Mit der Szene endete zugleich die "Nachspielzeit von einem anderen Stern", wie es der Sportdigital-Kommentator treffend formulierte.
Nach der Pause wurde es zunehmend ruppiger und am Ende dramatisch. Raphinha brachte die Katalanen knapp 20 Minuten vor dem Ende auf die Siegerstraße, doch in der Nachspielzeit - und in Überzahl - vergaben die Königlichen noch einmal zwei Riesenchancen auf den Ausgleich. Frenkie de Jong hatte wegen eines Tacklings mit offener Sohle gegen den eingewechselten Mbappe die Rote Karte gesehen (90.+1).
Barca behielt somit im dritten Finale gegen Real Madrid in Folge die Oberhand. Auch das ist historisch. Ebenso baute Hansi Flick seine Final-Serie bei den Katalanen aus. Der ehemalige Bundestrainer gewann auch sein achtes Endspiel als Coach.