Beim FC Bayern München stehen dem Vernehmen nach zwei Vertragsverlängerungen unmittelbar bevor. Nachdem am Deadline Day bei Dayot Upamecano endgültig ein Sinneswandel erfolgt ist und eine Unterschrift nur noch Formsache sein soll, steht auch Serge Gnabry vor einer Ausdehnung seines im Sommer auslaufenden Kontrakts.
IMAGO / MISNach Durchbruch bei Dayot Upamecano und Serge Gnabry: Neuer Vertrags-Ärger für Max Eberl und Co. beim FC Bayern?
Serge Gnabry wird wohl beim FC Bayern verlängern und Gehaltskürzung akzeptieren
Wie die Bild berichtet, werde Gnabry für eine Vertragsverlängerung in München bis 2028 eine Gehaltskürzung in Höhe von drei Millionen Euro pro Jahr akzeptieren. Sein Jahresgehalt soll von 18 Millionen Euro auf 15 Millionen inklusive Boni sinken.
Der 30-Jährige, dessen Zukunft vor Saisonbeginn aufgrund seiner Verletzungsanfälligkeit und extremer Leistungsschwankungen noch gänzlich offen gewesen war, entpuppte sich als äußerst verlässlicher Vertreter des langzeitverletzten Jamal Musiala und kommt in 26 Pflichtspielen auf starke 15 Scorerpunkte (7 Tore, 8 Vorlagen). Mit seinen Leistungen empfahl er sich im Gegensatz zu Leon Goretzka nachhaltig für einen Verbleib beim deutschen Rekordmeister.
Getty ImagesFC Bayern in "zähen" Gesprächen mit "Motor" Konrad Laimer
Das tat auch Konrad Laimer, der wie Gnabry von der Agentur ROOF vertreten wird und dessen Vertrag im Sommer 2027 in München ausläuft. Der 28-Jährige wurde von Sportvorstand Max Eberl nicht selten für seinen maximalen Einsatz als umgeschulter Rechtsverteidiger und seine Polyvalenz geadelt.
"Man spricht immer von den Topstars - Harry Kane, Jamal Musiala, Michael Olise -, aber diese Spieler (wie Laimer, Anm. d. Red.) sind der Kitt für eine Mannschaft. Das sind die, die der Motor sind, die immer Gas geben, die du brauchst und die elementare Dinge machen, nämlich diesen Einsatz, diese Bereitschaft", hatte Eberl beispielsweise am Rande der 8:1-Gala der Münchner gegen den VfL Wolfsburg zum Jahresauftakt über den österreichischen Fußballer des Jahres 2025 gesagt.
Laimer spielt unter Kompany eine elementare Rolle im Gegenpressing und als nimmermüder Dauerbrenner. Wettbewerbsübergreifend steht er bei zwei Toren und acht Vorlagen in 26 Pflichtspielen. Zwar betonte der 28-Jährige angesprochen auf seine Zukunft immer wieder, sich in München "sehr wohl" zu fühlen, allerdings will er sich einen Verbleib bei den Bayern auch bezahlen lassen.
Wie die Sport Bild berichtet, gestalten sich die Gespräche mit Laimers Beratern durchaus "zäher" als erwartet und im Vergleich zu Gnabry. Laimers Berater sind sich dem Wert des Österreichers für Kompanys Fußball bei den Bayern offenbar durchaus bewusst und fordern nun eine deutliche Gehaltserhöhung. Aktuell soll Laimer acht bis neun Millionen Euro verdienen.
"Sicher beschäftigt man sich damit, was die Zukunft bringt", sagte Laimer über seine Situation Mitte Januar: "Ich bin immer offen für alles und entspannt. Und wie gesagt: Ich finde es schön hier in München."
Seit dem offizielle Rückrundenabschluss gegen den 1. FC Köln am 14. Januar (3:1) muss Laimer jedoch eine Zwangspause aufgrund eines in der Schlussphase erlittenen Muskelfaserrisses einlegen. Die vergangenen vier Pflichtspiele verpasste er und wird aller Voraussicht nach auch am Sonntag im Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim noch fehlen.
Laimer und Gnabry beim FC Bayern: Statistiken in der Saison 2025/26
- Serge Gnabry: 26 Spiele, 7 Tore, 8 Vorlagen, 1.421 Einsatzminuten
- Konrad Laimer: 26 Spiele, 2 Tore, 8 Vorlagen, 1.955 Einsatzminuten