BVB-Legende Jürgen Kohler stört sich daran, dass Nico Schlotterbeck eine Verlängerung seines 2027 auslaufenden Vertrages bei Borussia Dortmund weiter hinaus zögert.
AFP"Mir gefällt es nicht, dass er sich relativ viel Zeit lässt": BVB-Star Nico Schlotterbeck erhält Rüffel von Vereinsikone
Nico Schlotterbeck? "Klar, dass er seine Optionen auslotet, aber ..."
"Klar, dass er seine Optionen auslotet, aber mir gefällt es nicht, dass er sich relativ viel Zeit lässt", schreibt Kohler, der von 1995 bis 2002 insgesamt 250 Spiele für den BVB absolvierte und mit der Borussia unter anderem die Champions League gewann (1997), in seiner Kolumne für den kicker über Schlotterbecks Gebaren. Beim BVB habe der Innenverteidiger "ein fantastisches Publikum, internationale Spiele und sehr gute Chancen, sich zu einem Gesicht des Vereins zu entwickeln", unterstrich der ehemalige deutsche Nationalspieler, dass er Schlotterbecks Abwarten allmählich nicht mehr nachvollziehen kann.
Der BVB will unbedingt mit dem 26-Jährigen verlängern, Schlotterbeck hat aber noch keine Entscheidung getroffen. Der deutsche Nationalspieler wird wohl von einigen europäischen Topklubs umworben, allen voran Real Madrid wird als Interessent gehandelt. Beim FC Bayern München soll er hingegen nach der Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano vorerst kein Thema mehr sein.
Zu den Prioritäten für seine Zukunft hatte Schlotterbeck vor einigen Wochen untermauert, garantiert um die größten Titel mitspielen zu können. Dazu passend betonte er zuletzt forsch, dass die Borussia den Meistertitel in der laufenden Saison noch keineswegs abgeschrieben hat und den Bayern möglichst lange einen echten Titelkampf bieten will.
Getty Images SportNico Schlotterbeck: Ikone beim BVB oder Wechsel zu anderem Topklub?
Sollte sich Schlotterbeck gegen eine Verlängerung in Dortmund entscheiden, steht der BVB vor dem Dilemma, bereits diesen Sommer letztmals die Möglichkeit zu haben, eine adäquate Ablösesumme für den Abwehrmann kassieren zu können. Eine Deadline für eine Entscheidung habe man Schlotterbeck allerdings nicht gesetzt, wie Sportdirektor Sebastian Kehl jüngst bekräftigte.
Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB, hatte kürzlich derweil geworben, dass sich Schlotterbeck zu einer absoluten Borussia-Ikone entwickeln könnte und führte dabei neben Mats Hummels auch Kohler als Vorbilder an. "Dass Lars Ricken in diesem Zusammenhang [...] auch meinen Namen nannte, hat mich übrigens gefreut", schreibt Kohler.
Schlotterbeck war 2022 für 20 Millionen Euro Ablöse vom SC Freiburg nach Dortmund gewechselt. Beim BVB zählt er längst zu den absoluten Stützen, bisher hat der Linksfuß 150 Pflichtspiele (neun Tore) für die Westfalen absolviert.
Zuletzt musste Dortmunds Trainer Niko Kovac allerdings zweimal auf Schlotterbeck verzichten. Vergangenen Freitag fehlte er beim 4:0 gegen Mainz in der Bundesliga gelbgesperrt, das Playoff-Hinspiel in der Champions League gegen Atalanta Bergamo (2:0) am Dienstag verpasste er dann wegen muskulärer Probleme. Wann Schlotterbeck wieder einsatzbereit ist und ob er Ende Februar im Spitzenspiel gegen den FC Bayern München auf dem Platz stehen kann, ist noch offen.
Nico Schlotterbecks Vorbilder? Die Abwehrspieler mit den meisten Einsätzen für den BVB
- Mats Hummels (508 Einsätze)
- Dede (398 Einsätze)
- Lukasz Piszczek (382 Einsätze)
- Lothar Huber (372 Einsätze)
- Marcel Schmelzer (367 Einsätze)
- Günter Kutowski (345 Einsätze)
- Max Michallek (330 Einsätze)
- Christian Wörns (303 Einsätze)
- Wilhelm Burgsmüller (289 Einsätze)
- Neven Subotic (263 Einsätze)
- Jürgen Kohler (250 Einsätze)

