Englands Meister FC Liverpool hat am Samstag gegen den AFC Bournemouth eine späte Niederlage eingesteckt. Im Blickpunkt dabei: Kapitän Virgil van Dijk, der bei einem Gegentreffer eine ganz schlechte Figur abgab, selbst einen Treffer markierte und nach Spielschluss das Schiedsrichtergespann kritisierte.
Getty Images SportMerkwürdige Sichtweise: Liverpool-Kapitän Virgil van Dijk wird vom eigenen Mitspieler gefoult - und kritisiert den Schiedsrichter
Das Unglück nahm für van Dijk in der 26. Minute seinen Lauf, als er einen langen Pass aus der Bournemouth-Abwehr falsch einschätzte und den Ball an Cherries-Mittelfeldspieler Alex Scott verlor. Dieser bediente Evanilson und der Angreifer markierte das zwischenzeitliche 1:0 für die Gastgeber im Vitality Stadium.
Nachdem Alejandro Gimenez auf 2:0 gestellt hatte, glichen van Dijk (45.+1) und Dominik Szoboszlai (80.) aus. In einer dramatischen Schlussphase markierte der ehemalige Leverkusener Amine Adli aus dem Gewühl heraus den umjubelten Siegtreffer für Bournemouth.
Getty Images SportVan Dijk wird von einem Mitspieler gefoult
Van Dijk war wegen der Entstehung des Treffers stinksauer. Der Niederländer fühlte sich blockiert und beschwerte sich vehement. Allerdings stand der Treffer nach kurzer VAR-Überprüfung. Van Dijk war von seinem Mannschaftskameraden Curtis Jones behindert worden. Das kümmerte ihn allerdings wenig, er sagte nach dem Abpfiff bei Sky Sport: "Es fühlte sich auf dem Platz an, als sei ich blockiert worden. Aber der Schiedsrichter und der VAR haben es nicht gegeben. Ich kann hier stehen und sagen, dass es hätte gepfiffen werden müssen."
Eine Sichtweise, die Ex-Profi Jamie Redknapp in seiner Funktion als TV-Experte nicht nachvollziehen konnte: "Er wurde weggeblockt, ja. Es war ein Foul. Aber von einem seiner Mitspieler: Curtis Jones." Adli habe in der Situation "brillant" geschaltet, so Redknapp: "Er ist der einzige, der bei der Aktion wach war."
Nach Gomez-Verletzung: Liverpool spielt sieben Minuten in Unterzahl
Schlafmützigkeit warf Redknapp den Liverpoolern auch in der Entstehung des zweiten Bournemouth-Treffers durch Gimenez vor. Dieser fiel nämlich in Unterzahl. Joe Gomez war mit Keeper Alisson aneinander gerasselt und konnte nicht weiterspielen. Es dauerte aber satte sieben Minuten, ehe der Ex-Stuttgarter Wataru Endo für ihn in die Begegnung kam, da hatte Gimenez schon genetzt.
"Man sieht, dass es ein übler Zusammenprall war und man kennt Joe Gomez' Verletzungshistorie", kritisierte Redknapp: "Und dann braucht man sieben Minute für die Einwechslung? (...) Sie geben ihm da Anweisungen, aber sie sollten lieber sehen, dass sie ihn auf den Platz kriegen."
Für die Reds, bei denen DFB-Star Florian Wirtz über die volle Distanz spielte, aber kaum in Erscheinung trat, endete eine Serie von 13 Pflichtspielen ohne Niederlage. Das zuletzt kriselnde Bournemouth fuhr dagegen den zweiten Sieg in den vergangenen 14 Begegnungen ein.
Die Rekordtransfers des FC Liverpool:
- Aleksander Isak: Kam 2025 für 145 Millionen Euro Ablöse von Newcastle United
- Florian Wirtz: Kam 2025 für 125 Millionen Euro Ablöse von Bayer Leverkusen
- Hugo Ekitike: Kam 2025 für 95 Millionen Euro Ablöse von Eintracht Frankfurt
- Darwin Nunez: Kam 2022 für 85 Millionen Euro Ablöse von Benfica
- Virgil van Dijk: Kam 2018 für 84,65 Millionen Euro Ablöse vom FC Southampton



