Dietmar Hamann glaubt, dass die unklare Vertragssituation bei einigen Stars des FC Bayern München für Unruhe im Verein sorgen kann. In Richtung des deutschen Rekordmeisters schickt er deshalb eine Warnung.
Getty Images"Man hat sich in eine Situation manövriert, die für Unruhe sorgen kann": Dietmar Hamann sieht beim FC Bayern einen potenziellen Brandherd
WAS WURDE GESAGT?
Viel hängt für Hamann vom Ausgang der Vertragsverhandlungen mit Mittelfeldstar Jamal Musiala ab. In der Bild erklärte der Ex-Nationalspieler: "Wenn er über 2026 hinaus verlängert, ist das ein starkes Signal, das nochmal einen Schub auslösen kann."
Es sei aber "nicht damit zu rechnen, dass das schon bald passiert. Somit kann das Thema auch zu einer Belastung werden, genauso wie die anderen auslaufenden Verträge, vor allem die von Kimmich und Davies, aber auch von Müller und Neuer. Man hat sich in eine Situation manövriert, die für Unruhe sorgen kann."
Vor allem mit Kimmich und Davies würden die Münchner gerne vorzeitig verlängern, die Verhandlungen gestalten sich allerdings schwierig. Sollte es zu keiner Einigung kommen, würde beide den Klub im Sommer ablösefrei verlassen.
Hamann glaubt, dass das Rennen um die deutsche Meisterschaft noch längst nicht entschieden ist. Bayerns Patron Uli Hoeneß hatte den FCB-Fans den Titel bereits im Herbst versprochen. "Es wird jedenfalls sehr viel enger als es aussah, als Uli Hoeneß diese Aussage gemacht hat. Es sind nur noch vier Punkte Vorsprung, und Bayern muss im Februar schon nach Leverkusen. Ich rechne mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag", so der 51-Jährige.
EIN BLICK AUF DIE ZAHLEN:
In der Bundesliga belegen die Bayern derzeit den ersten Tabellenplatz, der Vorsprung auf Leverkusen schmolz allerdings aufgrund einer Niederlage vor Weihnachten gegen den 1. FSV Mainz 05 von zwischenzeitlich sieben auf nunmehr vier Zähler.
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Darüber hinaus gab Hamann auch eine Prognose zur Rückrunde von Borussia Dortmund ab. Dort hänge vieles an Trainer Nuri Sahin, der noch nicht den Erfolg vorweisen könne, den man von ihm erwarte. "Wenn Nuri Sahin ein gestandener Trainer wäre, bin ich mir nicht sicher, ob die BVB-Bosse nicht schon gehandelt und ihn entlassen hätten. Ich finde es aber gut, wenn junge Trainer wie er eine Chance bekommen, wenn sie auch einen gewissen Bonus haben – Welpen-Schutz könnte man sagen."
Damit müsse nun aber Schluss sein, so Hamann weiter. "Denn man will natürlich auch eine Entwicklung sehen. Bisher war die BVB-Saison in der Champions League okay. In der Bundesliga war es, vor allem wegen ihrer Auswärtsschwäche, enttäuschend. Die Dortmunder müssen vom ersten Spiel an voll da sein, wenn sie eine Chance auf die Champions-League-Qualifikation haben wollen. Das ist elementar wichtig für sie."

