Klopps Erkenntnisse aus dem Hinspiel gegen Bayern: Was Liverpool in München besser machen muss

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Klopp war nach dem 0:0 im Hinspiel gegen Bayern nicht unglücklich, dennoch gibt es Raum für Verbesserungen. Die drei wichtigsten Erkenntnisse.

Beim FC Liverpool ist im neuen Jahr noch der Wurm drin: Die Reds gewannen 2019 nur drei ihrer acht bisherigen Pflichtspiele. Neben drei Unentschieden kassierten Mohamed Salah und Co. sogar zwei Niederlagen.

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Jürgen Klopp war nach dem Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals gegen den FC Bayern jedoch alles andere als unglücklich. Mit dem 0:0 in Anfield habe sein Team "das bestmögliche Remis“ erzielt, sagte er.

Trotzdem gibt es an der Mersey mittlerweile durchaus Grund zur Sorge: Neben dem Weiterkommen in der Königsklasse gerät auch der lang ersehnte Gewinn der Premier League in Gefahr.

Titelkonkurrent Manchester City ist – wenn auch bei einem Spiel mehr – punktgleich (65 Zähler).  Und am Sonntag steigt für Klopp und Co. der Schlager beim wiedererstarkten Erzrivalen Manchester United (ab 15 Uhr LIVE auf DAZN).

Die Reds bieten dieser Tage viel Raum für Verbesserung. Goal und SPOX liefern die drei wichtigsten Erkenntnisse für Klopp und seine Mannschaft.

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    #1 AUSSENVERTEIDIGER HABEN LUFT NACH OBEN

    Die Reds entfachten nur selten Gefahr über die Flügel. Das lag zum einen daran, dass Bayerns Außenstürmer Kingsley Coman und Serge Gnabry diszipliniert zurückarbeiteten, zum anderen an vielen Ungenauigkeiten der Liverpooler Außenverteidiger.

    Vor allem Trent Alexander-Arnold war anzumerken, dass er sich gerade erst von einer Verletzung erholt hatte. Der Rechtsverteidiger schaltete sich zwar häufig nach vorne ein, produzierte jedoch die mit Abstand meisten Ballverlusten gegen die Bayern (33).

    "Ungenau“ traf auch auf die Darbietung von Andy Robertson zu. Ob Flanken oder längere Pässe – der schottische Linksverteidiger beförderte den Ball besonders in Hälfte eins fast immer ins Niemandsland und gewann kein einziges seiner fünf Eins-gegen-Eins-Duelle.

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    #2 PRESSINGRESISTENZ

    Klopp formt seine Mannschaften bekanntlich gerne zu Pressingmaschinen. Was aber passieren kann, wenn sie einmal früh unter Druck gesetzt werden, zeigte sich besonders gegen die Bayern.

    Der Bundesliga-Zweite baute vor allem in der ersten Halbzeit immer wieder kurze, aber effektive Pressingphasen in sein Spiel ein. Das führte nicht nur zu Fehlpässen der Liverpooler Abwehrspieler.

    Sogar Keeper Alisson ließ sich überraschend schnell verunsichern. Als Robert Lewandowski ihn einmal besonders schnell anlief, vertändelte der Brasilianer den Ball und wurde dafür beinahe bitter bestraft.

    Wenn einer so etwas wie Stabilität ausstrahlte, dann Jordan Henderson. Der Kapitän zeigte eine reife Leistung als Sechser, trat simpel und handlungsschnell auf.

    Gut für die Reds: In München sollten Klopp  wieder die Abwehrtürme Virgil van Dijk (im Hinspiel gesperrt) und Dejan Lovren (Oberschenkelverletzung) zur Verfügung stehen.

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    #3 SPIEL IM LETZTEN DRITTEL

    Liverpools große Stärken liegen in der Offensive. Die funktionierte aber weder zuletzt in der Premier League noch gegen die Bayern so, wie sie eigentlich funktionieren sollte.

    Mohamed Salah, Sadio Mane und Roberto Firmino enttäuschten. Vor allem Salah. Der Ägypter war zwar durchaus um ein Tor bemüht, traf in den gefährlichen Zonen aber fast immer die falschen Entscheidungen.

    "Der letzte Pass war heute nicht unser bester Freund“, erkannte daher auch Klopp. Die Liverpooler gaben 15 Schüsse ab, zwei davon gingen aber nur auf das Tor von Manuel Neuer.