Lennart Karl steckt beim FC Bayern in seiner ersten kleineren Sinnkrise. Beim 5:1-Kantersieg des Rekordmeisters über die TSG Hoffenheim am Sonntagabend wurde er erst nach gut einer Stunde eingewechselt und blieb blass. Für Aufsehen sorgte er dennoch mit einer äußerst unglücklichen Aktion.
Getty Images SportLennart Karl verhöhnt: Juwel des FC Bayern bei Kantersieg von Hoffenheim-Profi verspottet
Karl verdribbelt sich - Prass zeigt den Daumen
Beim Stand von 4:1 kam der 17-Jährige auf dem rechten Flügel kurz vor der Seitenauslinie an den Ball und wollte Gegenspieler Alexander Prass mit ein paar Kabinettstückchen beeindrucken. Karl zeigte mehrere Übersteiger hintereinander, verlor dabei aber die Kontrolle über den Ball und schob diesen dann versehentlich selbst ins Aus. Prass reagierte höhnisch mit einem 'Daumen hoch' in Richtung Karl.
Die kurze Szene war zwar überhaupt nicht spielentscheidend, wurde jedoch anschließend in den sozialen Netzwerken mehrfach verbreitet - nicht selten begleitet von kritischen und spöttischen Kommentaren über Karl. Nicht wenige behaupteten, dass die missglückte Aktion Karls Leistungen bei den Bayern seit seinen vieldiskutierten Aussagen über seinen "Traumverein" Real Madrid zu Jahresbeginn widerspiegele.
Getty ImagesBei Lennart Karl läuft 2026 noch nicht viel zusammen
Tatsächlich verlief Karls Start ins neue Spieljahr im Vergleich zu seinen teils sehr überzeugenden Auftritten im Herbst und Winter 2025 eher schleppend. In der Bundesliga gelang ihm nur gegen den 1. FC Köln ein später Treffer zum 3:1, dem er einen abermals kuriosen Torjubel folgen ließ.
In der Champions League verbuchte er indes bei der PSV Eindhoven einen tollen Assist auf Jamal Musiala zum zwischenzeitlichen 1:0. Abseits der beiden Scorerpunkte lief jedoch bis dato in 2026 noch nicht viel bei Karl zusammen.
Etwaige Leistungsschwankungen dürften jedoch bei Karl mit Blick auf sein Alter von Trainer Vincent Kompany eingeplant sein, zumal der Belgier nach der Rückkehr von Jamal Musiala nach langer Verletzungspause auch wieder eine Alternative mehr in der Offensive hat.
Gegen die formstarken Hoffenheimer, die mit fünf Siegen in Folge nach München gereist waren, setzte Kompany auf Serge Gnabry, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2028 verlängert hatte. Karl kam gemeinsam mit Musiala erst in der 63. Minute aufs Feld.
Zu diesem Zeitpunkt war die Partie gegen die Kraichgauer schon so gut wie entschieden. Nur eine Zeigerumdrehung zuvor hatte Luis Diaz auf 3:1 gestellt, die TSG agierte zudem seit der 17. Minute in Unterzahl. Am Ende gewann der Rekordmeister das Duell mit dem Tabellendritten deutlich mit 5:1.
Lennart Karl: Seine Statistiken in der Saison 2025/26
- Spiele: 30
- Tore: 7
- Vorlagen: 3
- Einsatzminuten: 1.408

