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"Konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären": Merkwürdiger Platzverweis für BVB-Reservist Nico Schlotterbeck in Bergamo

Der Platzverweis für Nico Schlotterbeck (26) bei der 1:4-Niederlage des BVB gegen Atalanta Bergamo sorgt für Verwunderung im Lager der Schwarz-Gelben. Der Innenverteidiger sah in der dramatischen Schlussphase von Schiedsrichter Jose Maria Sanchez Martinez (42, Spanien) die Rote Karte. Einen Grund dafür konnte zunächst keiner so recht nennen.

  • Schlotterbeck kassierte seinen Platzverweis in der Nachspielzeit, als der Unparteiische nach Ansicht der Bilder eines Bensebaini-Foulspiels im Sechzehner einen Strafstoß für Atalanta verhängte. Er zeigte Schlotterbeck in einem Pulk von Dortmund- und Bergamo-Spielern an der Seitenlinie die Rote Karte. Auch aus dem Atalanta-Lager musste einer gehen.

    Schlotterbeck schrieb zu der Szene später in einer Instagram-Story: "Nachdem gefühlt zehn Spieler von Atalanta gleichzeitig aufgesprungen sind und sich lautstark beschwert haben, bin ich ebenfalls aufgestanden und habe gesagt, sie sollen sich wieder hinsetzen. Das war alles."

    Der Nationalspieler betonte: "Ohne Beleidigungen, ohne Respektlosigkeiten oder sonst irgendwas. Warum ich dafür die Rote Karte gesehen habe, konnte mir der Schiedsrichter selbst nach dem Spiel nicht erklären." Laut Sport1soll sich Schlotterbeck allerdings "immer wieder lautstark an der Seitenlinie beschwert" haben.

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    Niko Kovac und Sebastian Kehl verteidigen Nico Schlotterbeck

    Unterstützung erhielt Schlotterbeck von Cheftrainer Niko Kovac (54). Der BVB-Coach sagte auf der Pressekonferenz nach Spielschluss: "Für mich war das gar nichts. Das Einzige, was man Nico vielleicht vorwerfen kann, ist, dass er vielleicht auf der anderen Seite war. Als Trainer darfst du nicht in der Coaching-Zone des Gegners sein. Wahrscheinlich war das der Grund (...) Die Erklärung habe ich so in der Form auch noch nicht bekommen."

    Sportdirektor Sebastian Kehl (46) fand die Entscheidung Sanchez Martinez' ebenfalls überzogen: "Ehrlich gesagt ist mir entgangen warum und wofür. Natürlich gab es nach der Elfmetersituation einen kleinen Tumult. In meinen Augen war da nichts, was zu einer Roten Karte hätte führen können." Deswegen sei er auch "sehr überrascht" von dieser Entscheidung des Schiedsrichters gewesen.

    Den anschließenden Strafstoß verwandelte Bergamos Lazar Samardzic zum 4:1-Endstand, der das Aus für die Dortmunder bedeutete.

    Schlotterbeck musste zuletzt wegen muskulärer Probleme pausieren und saß in Bergamo auf der Bank. Für ihn spielte Kapitän Emre Can im Abwehrzentrum. Ärgerlich für Schlotterbeck: Die Rote Karte wird ihm auf jeden Fall eine Sperre einbringen. Sollte sich sein Verein in der kommenden Saison für die Königsklasse qualifizieren, dann wird er mindestens ein Spiel verpassen.

  • Die Rekordverkäufe des BVB

    • Ousmane Dembele: 2017 für 148 Millionen Euro zum FC Barcelona
    • Jude Bellingham: 2023 für 127 Millionen Euro zu Real Madrid
    • Jadon Sancho: 2022 für 85 Millionen Euro zu Manchester United
    • Christian Pulisic: 2018 für 64 Millionen Euro zum FC Chelsea
    • Pierre-Emerick Aubameyang: 2023 für 63,75 Millionen Euro zum FC Arsenal
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