Einige Spieler der portugiesischen Nationalmannschaft haben nach dem 2:1-Sieg im Halbfinale der Nations League über das DFB-Team scharfe Kritik an Schiedsrichter Slavko Vincic geübt.
Getty Images"Kannte die Regeln nicht": Cristiano Ronaldo und Co. keifen nach Nations-League-Sieg über DFB-Team gegen Schiedsrichter Slavko Vincic
WAS IST PASSIERT?
Der 45-jährige Slowene stand am Mittwochabend dabei gleich mehrere Male im Fokus. So zeigte er Florian Wirtz kurz vor dem Halbzeitpfiff für ein klares Foul fälschlicherweise keine Gelbe Karte, auch bei einigen kleineren Ecken- und Freistoß-Entscheidungen lag er daneben.
Den größten Fauxpas leistete sich Vincic allerdings beim 1:0 der deutschen Mannschaft unmittelbar nach Wiederanpfiff. Im Vorlauf des Treffers durch Wirtz hatte DFB-Stürmer Nick Woltemade bei einem Chipball von Joshua Kimmich in Abseitsposition seinen Gegenspieler Ruben Dias behindert und damit aktiv in das Spielgeschehen eingegriffen.
Obwohl sich der VAR meldete und Vincic an den Spielfeldrand gebeten wurde, entschied er nach kurzer Sichtung auf Tor für Deutschland.
WAS WURDE GESAGT?
Das brachte nach Spielende vor allem die portugiesischen Spieler auf die Palme. "Der Schiedsrichter kannte die Regeln nicht", meinte Mittelfeldspieler Bernardo Silva. Seiner Meinung nach lag eine eindeutige Sperrung seines Mitspielers durch Woltemade vor, sodass der Treffer niemals hätte Anerkennung finden dürfen. Auch Ruben Neves klagte: "Das Tor hätte nicht anerkannt werden dürfen."
WUSSTEST DU?
Auf das Endergebnis hatte der vermeintliche Fehler glücklicherweise keinen Einfluss, schließlich schlug die Selecao nach Wirtz' Führung innerhalb von nur fünf Minuten per Doppelschlag durch Francisco Conceicao und Cristiano Ronaldo zurück und drehte die Partie. Durch das 2:1 zog Portugal ins Finale ein, Deutschland bleibt nun nur noch das Spiel um Platz drei.
WIE GEHT ES WEITER?
Wer den Portugiesen im Endspiel gegenübertritt, entscheidet sich am Donnerstagabend. Im zweiten Halbfinale spielen Spanien und Frankreich das zweite Finalticket unter sich aus, der Verlierer muss gegen das DFB-Team ran.