Pogba, Ronaldo und Co.: Diese Spieler hatten Stress mit Jose Mourinho

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Jose Mourinho geht seinen Weg häufig ohne Rücksicht auf Verluste. Dementsprechend ist er schon mit einigen Spielern aneinandergeraten. Wir zeigen sie.

In der Fußballwelt ist Jose Mourinho längst berüchtigt. Aus sportlicher Sicht für seine Titel mit dem FC Chelsea, Inter Mailand und dem FC Porto. Aus zwischenmenschlicher Sicht für seine speziellen Pressekonferenzen und öffentliche Fehden mit diversen Spielern.

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Auch zu seiner Zeit bei Real Madrid stand "The Special One" seine Persönlichkeit im Weg. Nachdem er es sich mit diversen Schlüsselspielern verscherzt hatte, musste er den Trainerstuhl bei den Königlichen räumen.

Egal, ob Cristiano Ronaldo, Mohamed Salah oder Kevin De Bruyne. Die Liste der Spieler, mit denen sich Mourinho bereits gezofft hat, ist lang. Wir zeigen Euch zwölf Spieler, die nicht gut auf Mou zusprechen sind.

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    PAUL POGBA | Manchester United

    Obwohl Pogba mit der französischen Nationalmannschaft dank den Triumphes bei der WM in Russland auf den Sommer seines Lebens zurückblicken kann, sorgt der zentrale Mittelfeldspieler in der Premier League aktuell nicht für positive Schlagzeilen.

    Sportlich konnte er bei Manchester United noch nicht an seine Leistungen aus der Nationalmannschaft oder von Juventus Turin anknüpfen – und auch zwischenmenschlich kriselt es. So gab er zuletzt kryptische Interviews, in denen er über einen möglichen Abschied sprach. Zudem kritisierte er Mourinhos Umgang mit den Stars.

    Nachdem Mourinho von der Kritik erfuhr fuhr er den Weltmeister vor der kompletten Mannschaft an und erklärte, dass Pogba nie wieder als United-Kapitän auflaufen wird.

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    MOHAMED SALAH | Chelsea

    Der Ägypter ist nur einer der Stars, dessen Talent Mourinho nicht richtig einschätzte. Viel zu schnell ließ der Coach den Offensivmann fallen, den er damals vom FC Basel nach Chelsea lockte.

    Nur 13 Premier-League-Einsätze für die Blues stehen in Salahs Vita. Nach zwei Jahren bekam er den Stempel "Flop" aufgedrückt und wechselte nach Italien. Dort stellte er seine Klasse unter Beweis und gehört beim FC Liverpool heute zu den gefährlichsten Offensivspielern der Fußballwelt.

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    ROMELU LUKAKU | Chelsea

    Mit damals 19 Jahren gab Jose Mourinho dem gefeierten Top-Talent Romelu Lukaku zu seiner Zeit beim FC Chelsea nie eine Chance. Statt auf den bulligen Angreifer zu setzen, verkaufte er ihn zum FC Everton.

    Erst später erkannte Mou die Qualitäten des Belgiers, denn im Jahr 2017 zahlte er rund 85 Millionen Euro, um Lukaku als Trainer von Manchester United ins Old Trafford zu lotsen.

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    KEVIN DE BRUYNE | Chelsea

    Der Fall Kevin De Bruyne ist ein weiteres Beispiel, das ein gewisses Versäumnis von Mourinho zeigt. Während seiner Zeit bei Chelsea ließ er den Belgier links liegen und transferierte ihn letztlich in die Bundesliga nach Wolfsburg. 

    Nach drei Jahren in Deutschland kam er in die Premier League zurück und gehört seitdem bei Manchester City zu den besten Spielern der Liga.

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    IKER CASILLAS | Real Madrid

    Vor allem zum Ende seiner Amtszeit bei Real Madrid hatte Mourinho immer mehr Ärger. 

    Als der Portugiese dann auch noch Klub-Legende Iker Casillas degradierte, hatte er die Unterstützung der Fans endgültig verloren. Doch auch in der Umkleide war dieser Schritt nicht folgenlos, kamen doch zunehmend auch Probleme mit Sergio Ramos und Pepe auf.

    Seitdem hat sich in seiner Trainer-Laufbahn etwas gewandelt, konnte er bei seinen anschließenden Stationen nicht mehr an seine früheren Glanzleistungen anknüpfen.

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    BASTIAN SCHWEINSTEIGER | Manchester United

    Nachdem Mourinho bei Manchester United den Job von Louis van Gaal übernahm, machte er schnell klar, dass der Weltmeister in seinem Planungen keine Rolle spielen würde.

    Folglich wurde Schweinsteiger nur selten eingesetzt und kam sogar in der U23 zum Einsatz.

    Der Umgang mit dem deutschen Mittelfeldspieler sorgte für Kritik an Mourinho und da dieser sich nie hängenließ, kam er Ende 2016 auch wieder regelmäßiger bei den Profis zum Einsatz. Dennoch machte er nur wenige Monate später den Abflug in die USA, wo er sich Chicago Fire anschloss.

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    PEDRO LEON | Real Madrid

    Pedro Leon kam mit 23 Jahren und als großes Talent zu Real Madrid, wurde aber relativ schnell an Getafe abgegeben, nachdem er Mourinho des Mobbings beschuldigte.

    Offenbar soll Mourinho zu ihm gesagt haben, dass er nicht einmal dann spielen würde, wenn das Flugzeug von Real Madrid abstürzen würde und er der einzige Überlebende wäre. Das behauptete Leon jedenfalls gegenüber Cadena Ser.

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    CRISTIANO RONALDO | Real Madrid

    Nach der gemeinsamen Zeit bei Real haben Ronaldo und Mourinho ein kompliziertes Verhältnis.

    Der Coach soll seinem Landsmann damals vorgehalten haben, etwas zu selbstbewusst zu sein. Eine Ansage, die CR7 nicht gefallen hat.

    Dass das Verhältnis angespannt ist, machte Mourinho zuletzt in einer Dokumentation über Sir Bobby Robson deutlich, als er Ronaldo Nazario als den "besten Ronaldo aller Zeiten" beschrieb.

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    JUAN MATA | Chelsea

    Mourinho war mit Matas Spielweise damals beim FC Chelsea überhaupt nicht einverstanden und verkaufte ihn schließlich im Januar 2014 mit einigen Misstönen an Manchester United.

    Dort trafen die beiden wieder aufeinander, als der Portugiese 2016 van Gaal als Trainer bei den Red Devils ablöste. Seitdem gehört Mata zu den Leistungsträgern von Mou, doch wie gut das Verhältnis tatsächlich ist, scheint unklar, wenn man bedenkt, dass er den Spanier beispielsweise einst im Community Shield in einer Halbzeit ein- und auswechselte.

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    LUKE SHAW | Manchester United

    Shaw kam nach einer schweren Verletzung unter Mourinho nicht auf die Beine. Dieser ließ ihn nicht spielen und kritisierte ihn zusätzlich regelmäßig öffentlich.

    Ein Abschied schien unausweichlich, doch der Engländer kämpfte sich in den letzten Monaten zurück und kommt auf seine Einsatzzeiten.

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    RICARDO QUARESMA | Inter

    Quaresma war eines von vielen Talenten, die bei Mourinho einen (zu) schweren Stand hatten. So klappte die Zusammenarbeit der beiden bei Inter quasi überhaupt nicht.

    "Mein größter Fehler war es, zu Inter zu wechseln", sagte Quaresma rückblickend. "Ich wurde nicht berücksichtigt und musste teilweise weinen, als ich daran dachte, ins Training gehen zu müssen."

    2016 wurde Quaresma mit Portugal Europameister.

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    SAMUEL ETO'O | Inter/Chelsea

    Die Zusammenarbeit bei Inter verlief erfolgreich, doch während der gemeinsamen Zeit beim FC Chelsea ließ sich ein schlechtes Verhältnis erahnen, als Mourinho sich über Eto'os Alter lustig machte.

    "Ich habe Eto'o, aber er ist 32 Jahre alt, oder vielleicht schon 35? Wer weiß das schon", sagte er damals über den Kameruner. Eto'o bezeichnete ihn daraufhin als "Idiot".