Leonardo BittencourtGetty Images

"Ist mir scheißegal!" Mega-Zoff bei Werder Bremen nach Pokal-Aus enthüllt - Auseinandersetzung zwischen Spielern?

Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld im Viertelfinale des DFB-Pokals hat Werder Bremens Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt deutliche Kritik an der Mannschaft und im Speziellen an Mitspieler Derrick Köhn geäußert. Besonders ging dem 31-Jährigen das Verhalten Köhns bei dessen Auswechslung gegen den Strich.

  • WAS WURDE GESAGT?

    "Es steht 1:2, aber man will halt noch sein Tape abmachen und dann erst runter vom Platz", schimpfte Bittencourt, nach dessen Geschmack sich der Teamkollege ein bisschen zu viel Zeit bei seinem Gang in die Kabine nahm, in der Mixed Zone.

    Und weiter: "Also, ich verstehe manche Jungs nicht: Geh runter, wir haben keine Zeit mehr! Ich weiß nicht, was in manchen Köpfen los ist. Ich habe da keinen Bock mehr drauf."

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  • Arminia Bielefeld v SV Werder Bremen - DFB Cup: QuarterfinalGetty Images Sport

    WAS IST PASSIERT?

    Nach kicker-Informationen kam es nach dem öffentlichen Anschiss sogar noch zu einer direkten Auseinandersetzung zwischen Bittencourt und Köhn in der Bremer Kabine. Handgreiflichkeiten soll es laut Werder nicht gegeben haben. Auf Nachfrage hieß es, dass die Angelegenheit intern geklärt werden solle. Konsequenzen für die Spieler seien allerdings nicht zu erwarten.

  • WAS IST DER HINTRGRUND?

    Bremen befindet sich derzeit inmitten einer sportlichen Talfahrt. Unmittelbar vor dem Pokal-Aus gegen den Drittligisten hatten die Norddeutschen in der Bundesliga bereits gegen die TSG 1899 Hoffenheim, den SC Freiburg und den FC Bayern München schwach aufgespielt und drei deutliche Niederlagen (1:3, 0:5 und 0:3) kassiert.

  • WAS WURDE NOCH GESAGT?

    Auch diesbezüglich wandte sich Bittencourt an die Öffentlichkeit und forderte seine Mitspieler zu mehr Einsatz auf. "Ich werde das jetzt alles klar ansprechen - und entweder marschieren die Jungs jetzt mit oder wir gehen halt unter, ganz einfach." Gerüchte über atmosphärische Spannungen innerhalb der Mannschaft wies der 31-Jährige aber zurück: "Nein, die gibt es nicht - und das ist das Problem, vielleicht muss da ein bisschen Störung rein. Es ist wahrscheinlich zu lieb, alles ist immer schön, alles ist immer gut. Es werden Sachen angesprochen, aber dann heißt es gleichzeitig: 'Ja, du weißt doch, wie ich es meine.' Und da rasier' ich jetzt rüber, ist mir scheißegal."

  • WUSSTEST DU?

    In der Tabelle steht Werder Bremen nach 23 Spieltagen auf Rang zwölf. Auf die internationalen Plätze ist der Rückstand mittlerweile jedoch schon auf insgesamt acht Zähler angewachsen.

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