FBL-EUR-C1-LEVERKUSEN-PSGAFP

Ist ihm der BVB zu "harmoniebedürftig"? Matthias Sammer widerspricht Dortmund-Boss bei Nico Schlotterbeck

Die Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck genießt bei Borussia Dortmund oberste Priorität. Doch der Innenverteidiger zögert noch, einer Ausdehnung seines Kontrakts über 2027 hinaus zuzustimmen. Der externe BVB-Berater Matthias Sammer hat nun darüber gesprochen, wie seine Strategie in dieser Personalie aussehen würde.

  • "Warum sollten wir eine Deadline setzen? Warum sollte ich mich selbst unter Druck setzen?", hatte Borussia Dortmunds Sport-Geschäftsführer Lars Ricken erst am Sonntag im Vorfeld des Bundesligaspiels beim SC Freiburg (1:1) hinsichtlich einer Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck gesagt. "Er will die Entscheidung mit Bedacht wählen. Wir wissen, was er benötigt, und er weiß auch, was er an diesem Verein hat", fuhr Ricken fort.

    Einen Tag später hat der externe BVB-Berater Matthias Sammer Rickens Vorgehensweise nun gewissermaßen widersprochen. Der 58-Jährige sagte bei Sky zunächst: "Bei Nico Schlotterbeck muss man ein Gefühl dafür entwickeln, wie weit man im Gespräch ist. Dementsprechend kann es sein, dass ich mir da auch ein bisschen mehr Zeit lassen würde."

  • Werbung
  • Nico Schlotterbeck BVBgetty

    Matthias Sammer für Deadline bei Nico Schlotterbeck

    Dann jedoch ging Sammer darauf ein, dass der BVB "harmoniebedürftig" sei und dem Innenverteidiger weiter Zeit zugestehen möchte. Sammer führte aus: "Das könnt ihr tun, ich würde das aber nicht. Ich würde manchmal Deadlines setzen."

    Schlotterbeck ist noch bis 2027 an den BVB gebunden. Obwohl dem 26-Jährigen seit Wochen ein Angebot zur Verlängerung seines bis 2027 laufenden Vertrags vorliegt, soll der Linksfuß laut Sky derzeit noch abwarten und seine Entscheidung offenhalten. Angeblich hoffe Schlotterbeck darauf, dass Real Madrid, der FC Barcelona oder der FC Bayern ihr Werben um ihn bald intensivieren.

  • BVB würde für Schlotterbeck wohl mindestens 50 Millionen Euro sehen wollen

    Aus Schlotterbecks Umfeld soll es heißen, dass eine Nicht-Verlängerung mittlerweile die wahrscheinlichere Option sei. Der BVB hoffe dennoch, den Innenverteidiger zu halten, und soll ihm ein Rekord-Jahresgehalt von 14 Millionen Euro inklusive Boni bieten, was mehr als eine Verdoppelung seines aktuellen Gehalts (rund 5 Millionen) bedeuten würde.

    Sollte sich Schlotterbeck tatsächlich für einen vorzeitigen Wechsel entscheiden, würde der BVB in diesem Fall nach Bild-Infos mindestens 50 Millionen Euro Ablöse verlangen.

  • Nico Schlotterbeck Borussia Dortmund 2025Getty Images

    Nico Schlotterbeck sorgt mit Kritik an Mitspielern für Aufsehen

    Beim BVB ist Schlotterbeck unumstrittener Stammspieler und Abwehrchef. Seit seiner Rückkehr von einer Bänderverletzung stand er in 16 von 17 Pflichtspielen über die volle Spielzeit auf dem Platz. 

    Für Aufsehen sorgte er zuletzt jedoch mit scharfer Kritik an seinen Mitspielern nach dem enttäuschenden 2:2 in der Champions League gegen FK Bodö/Glimt. Schlotterbeck bemängelte die fehlende "Winner-Mentalität" beim BVB und richtete vor allem seine Worte an die eingewechselten Spieler, darunter Serhou Guirassy und Karim Adeyemi: "Die Spieler, die reinkommen, verlieren jeden Ball", lederte er los. "Wenn man in der 60. Minute reinkommt, erwarte ich 30 Minuten Volldampf."

    Dies sei am Tag danach angeblich nicht gut von seinen Mitspielern aufgenommen worden, berichtete Sky. Hinter vorgehaltener Hand hieß es, er sei seinen Kollegen damit "in den Rücken gefallen".

  • Nico Schlotterbeck: Leistungsdaten in der Saison 2025/26

    • Spiele: 17
    • Tore: 1
    • Vorlagen: 2
    • Einsatzminuten: 1490
0