Can Uzun hat mit Unverständnis darauf reagiert, dass der türkische Nationaltrainer Vincenzo Montella ihn aus dem Kader für die Europameisterschaft in diesem Sommer gestrichen hat. Der Shootingstar des 1. FC Nürnberg war Teil des vorläufigen Aufgebots, schaffte es aber nicht in den 26-Mann-Kader für die Endrunde, der am Freitag verkündet wurde.
imago images"Ich verstehe diese Entscheidung nicht": Can Uzun ist nach dem EM-Aus in der türkischen Nationalmannschaft "tief enttäuscht"
WAS WURDE GESAGT?
In einem Statement auf Instagram schrieb Uzun: "Ich kam hierher mit anderen Erwartungen. Ich habe mich von ganzem Herzen für die Türkei entschieden und wollte unbedingt mein erstes großes Turnier für mein Land bestreiten. Nach einer starken Saison und guten Leistungen nicht zur Mannschaft zu gehören, hat mich tief enttäuscht. Ich verstehe diese Entscheidung nicht, aber ich respektiere sie."
Er werde sich ab sofort auf die kommende Saison vorbereiten, gleichzeitig wünschte er der Türkei ein erfolgreiches Abschneiden bei der Endrunde in Deutschland. Sein großes Ziel sei nun die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026. "Ich werde mein Versprechen an die Türkei einhalten", kündigte der 18-Jährige an.
WAS IST DER HINTERGRUND?
Uzun, der in Regensburg geboren wurde und auch die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hatte sich Anfang März entschieden, für die A-Nationalmannschaft der Türkei auflaufen zu wollen. Auch der DFB bemühte sich um den offensiven Mittelfeldspieler.
Getty ImagesEIN BLICK AUF DIE ZAHLEN:
Uzun schaffte in dieser Saison beim Club seinen Durchbruch. In 32 Pflichtspielen gelangen dem Teenager 19 Tore und 4 Assists.
imago imagesWIE GEHT ES WEITER?
Uzuns Vertrag in Nürnberg läuft noch bis 2027. Allerdings gibt es hartnäckige Wechselspekulationen. Mehrere Bundesligisten sollen Interesse an einer Verpflichtung in diesem Sommer zeigen, angeblich ist Eintracht Frankfurt in der Pole Position.
Die Türkei bestreitet derweil gegen Polen am Montagabend ihre letzte Vorbereitungspartie, ehe die EM mit dem Vorrundenspiel gegen Georgien am 18. Juni beginnt.

