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"Ich habe mich echt geärgert": Klub-Boss Jan-Christian Dreesen legt sich mit Fans des FC Bayern an

Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München, Jan-Christian Dreesen, ist auf Konfrontationskurs mit der organisierten Fanszene des deutschen Rekordmeisters gegangen.

Beim Besuch eines Fan-Klubs sagte der 58-Jährige, dass man darüber nachdenke, als Konsequenz des durch die UEFA verhängten Teil-Fanausschlusses die gesamte Südkurve, in der die Bayern-Fans traditionell stehen, für das Champions-League-Duell mit Union Saint-Gilloise zu schließen.

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    Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen: "Wie kriegt man das hin?"

    "Das Problem ist, wenn ich jetzt die Blöcke 111 bis 114 sperre, dann verteilt sich das ja und es trifft in Teilen die Falschen. Wir könnten genauso sagen, wir sperren es komplett. Dann trifft es aber noch mehr Leute, die gar nicht beteiligt waren", erklärte Dreesen, für den das Entgegenkommen des Vereins an die Ultras nun zum Problem wird: "Wir haben ja ganz viel gemacht in den letzten 14 Jahren, die freie Blockwahl eingeführt, die Zäune zwischen den Blöcken entfernt. Deshalb bin ich auch ein bisschen sauer. Denn das ist jetzt natürlich der Fluch der Tat. Wenn ich von 109 bis 117 freie Blockwahl habe und jetzt 111 bis 114 sperren soll. Wie kriegt man das dann hin?"

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  • Dreesen: "Ein ganz schwieriges Thema"

    Die UEFA hatte die Blocksperre als Reaktion auf den massiven Pyrotechnikeinsatz beim Heimspiel in der Champions League gegen Sporting Lissabon ausgesprochen. Für Dreesen ein No-go: "Ich habe mich echt geärgert. Das ist so überflüssig wie ein Kropf gewesen.Zumal, wenn man weiß, dass man auf Bewährung ist, durch die Vorfälle im Champions-League-Spiel gegen Leverkusen in der letzten Saison." Die Verantwortlichen mahnte der Vorstandschef zur Vernunft: "Ein ganz schwieriges Thema. Ich würde sehr daran appellieren, dass diejenigen, die da regelmäßig Pyro machen, vielleicht mal für sich realisieren, dass sie dem Verein damit schaden und dass es auch nicht vom Großteil der Fans im Stadion toleriert und akzeptiert wird."

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