Manchester United v Fulham - Emirates FA Cup Fifth RoundGetty Images Sport

"Ich bin nicht naiv!" Rúben Amorim von Manchester United reagiert verärgert auf Vorwürfe von Wayne Rooney nach Manchester Uniteds Aus im FA Cup

Manchester United musste mit dem Aus im Achtelfinale des FA Cup am Sonntag den nächsten Rückschlag in einer schwachen Saison verkraften. Trainer Rúben Amorim sprach anschließend davon, dass das Ziel der Red Devils der Gewinn der Premier League sei und musste sich dafür von Klub-Legende Wayne Rooney in seiner Eigenschaft als TV-Experte "naiv" nennen lassen. Das gefiel dem Portugiesen ganz und gar nicht und er konterte Rooneys Aussagen.

  • WAS HAT AMORIM NACH DEM SPIEL GESAGT?

    Nach der Niederlage seiner Mannschaft im Achtelfinale des Cups gegen Bernd Leno und den FC Fulham sprach Amorim über Anspruch und Selbstverständnis Manchester Uniteds. "Das Ziel ist, die Premier League zu gewinnen. Ich weiß, dass wir Spiele verlieren, aber das Ziel ist, die Premier League wieder zu gewinnen", sagte der 40-Jährige am BBC-Mikrofon. "Ich weiß nicht, wie lange es dauern wird. Es ist unmöglich, das zu wissen."

    Dabei bezog sich Amorim auf die Pläne des Klubs, den 21. Meistertitel mittelfristig in Angriff zu nehmen.

    Amorim hatte den englischen Rekordmeister im November nach der Entlassung von Erik ten Hag übernommen. Die verunsicherte Mannschaft konnte auch er nicht zurück auf die Siegerstraße führen. In der Liga belegen die Red Devils einen enttäuschenden 14. Platz. Nach dem Aus in beiden nationalen Pokalwettbewerben bleibt noch eine Titelchance in der Europa League.

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  • WAS HAT ROONEY GESAGT?

    Als Experte für die BBC ging Rooney mit Amorim und dessen Aussagen hart ins Gericht und nannte Uniteds Trainer "ein wenig naiv", denn aktuell sei man von einem solchen Erfolg weit entfernt.

    "In der Tabelle weiter nach oben zu kommen, ich denke, das ist der nächste Schritt für sie", sagte United-Rekordschütze Rooney. "In den letzten zehn bis 15 Jahren haben die Manager diese Zeit nicht bekommen."

    Amorim wurde nach der Partie wiederum mit den Aussagen Rooneys konfrontiert und holte zu einem ausführlichen Konter aus.

  • WAS HAT AMORIM ROONEY ENTGEGNET?

    Amorim bekräftigte, dass der Gewinn der Meisterschaft die Zielsetzung sei, freilich keine kurzfristige.

    "Das ist das Ziel", sagte er. "Naiv wäre es, zu behaupten, wir wollten es diese Saison schaffen oder wir wären der Topfavorit in der kommenden. Ich weiß schon, dass in solchen Momenten immer alle alles wissen. Das ist sehr einfach. Ich weiß das, denn ich war selbst Experte nach dem Ende meiner aktiven Karriere. Es ist ganz leicht."

    Und Amorim ließ nicht locker. "Unser Ziel ist die Meisterschaft. Vielleicht wird es nicht mit mir klappen, aber als Klub ist unsere Zielsetzung, wieder diesen Titel zu holen wie in der Vergangenheit."

    Er sei sich natürlich darüber im Klaren, dass der Klub sportlich gerade in einer schwierigen Lage sei, aber "ich bin nicht naiv", schloss Amorim. "Deshalb bin ich hier und coache mit 40 Jahren Manchester United."

  • WAS IST DER HINTERGRUND?

    Amorims letzte Aussage darf als deutliche Spitze gegen Rooneys eigene Trainerkarriere verstanden werden. Als Spieler verkörperte Rooney ohne jeden Zweifel Weltklasse und gewann unzählige Titel mit United, als Trainer jedoch hangelt sich der 39-Jährige von einer Pleite zur anderen.

    Seine letzten beiden Engagements bei den Zweitligisten Birmingham City und Plymouth Argyle endeten jeweils nach wenigen Monaten und sportlich enttäuschenden Ergebnissen.

  • WIE GEHT ES WEITER?

    Amorim und United sind am Donnerstag beim spanischen Vertreter Real Sociedad San Sebastian im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gefordert.

    Nächster Gegner in der Liga ist am Wochenende darauf der Tabellenzweite FC Arsenal.

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