Der FC Bayern befindet sich nach der Trennung von Thomas Tuchel auf der Suche nach einem neuen Trainer für den Sommer. Dietmar Hamann glaubt nicht, dass Leverkusen-Coach Xabi Alonso dann die Zügel in München übernehmen wird.
"Halte ich fast für ausgeschlossen": Ex-Bayern-Spieler glaubt nicht an Wechsel von Xabi Alonso nach München
imago imagesWAS WURDE GESAGT?
"Ich weiß nicht, warum Xabi Alonso nach München gehen sollte. Er hat die Möglichkeit nach Liverpool zu gehen oder zu bleiben. Wenn er in Leverkusen bleibt, werden die meisten Spieler noch mindestens ein Jahr bleiben. Dann hätten sie die Chance nächstes Jahr wieder Meister zu werden oder in der Champions League eine sehr gute Rolle zu spielen", meinte Hamann beiSky.
Und weiter: "Dass er nach München geht halte ich fast für ausgeschlossen, wenn dann nach Liverpool. Nach Klopp zu folgen ist aber auch nicht ohne."
Stattdessen hat der 50-Jährige einen anderen Kandidaten für den deutschen Rekordmeister auf dem Zettel. "Sebastian Hoeneß - der hat mehr Erfahrung als Xabi Alonso. Er hat zwei Jahre Hoffenheim trainiert, ist jetzt zwei Jahre bei Stuttgart. Die Bayern brauchen wieder jemanden, der Mensch ist. Es muss wieder menscheln, wie man in Bayern sagt. Und das brauchen sie auf allen Positionen."
Falls der Neffe von Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß den VfB verlassen wolle, "wäre ich im Moment bei ihm, weil es eine Möglichkeit gibt, ihn zu bekommen."
WAS WURDE SONST NOCH GESAGT?
Die aktuelle Spielzeit sieht Hamann indes bereits als abgeschrieben. Thomas Tuchel noch bis zum Sommer an der Seitenlinie zu behalten, sieht er kritisch. "Wenn so eine Entscheidung getroffen wird, wird sie normalerweise direkt getroffen. Es basiert viel auf dem Prinzip Hoffnung. Die Verantwortlichen hoffen, dass es besser wird. Indizien dafür gibt es wenige. Für den Trainer gibt es nicht viele Argumente nach den letzten Wochen."
Für den ehemaligen Bayern-Spieler ist deshalb auch eine Interimslösung bis zum Saisonende vorstellbar. "Ich glaube nicht, dass sich nicht doch noch was tut, nach den nächsten beiden Spielen, sollten sie nicht so gut verlaufen. Wenn ich mir die Mannschaft anschaue - der Trainer ist dafür verantwortlich. Ich habe mir alle Champions-League-Spiele diese Woche angeschaut. Außer Real Madrid oder City gibt es keine bessere Mannschaft als die Bayern, wenn sie annährend das tun, was sie können."
EIN BLICK AUF DIE ZAHLEN
Mit 50 Zählern nach 22 Spielen belegt der FC Bayern derzeit nur Platz zwei in der Bundesliga. Auf Tabellenführer Leverkusen fehlen, mit einem absolvierten Spiel weniger, bereits elf Punkte. Es droht die erste titellose Saison seit 2012.



