Musiala und womöglich auch Karl sollen die Zukunft des FC Bayern prägen. Einige andere Spieler aus dem Klub-WM-Kader zählen dagegen eher zur Vergangenheit. Leroy Sane, der nach Ablauf seines Vertrags Ende Juni zu Galatasaray wechselt, kam gegen Auckland nicht zum Einsatz. Dafür standen zwei klare Verkaufskandidaten in der Startelf und spielten tatsächlich richtig gut.
Sacha Boey gefiel als offensivstarker Rechtsverteidiger. Mehrmals tauchte er gefährlich am gegnerischen Strafraum auf, das 2:0 erzielte er selbst und das 6:0 bereitete er vor. Linksaußen Kingsley Coman verzeichnete mit zwei Toren und einem Assist sogar drei Scorerpunkte. An den grundsätzlichen Verkaufsplänen wird sich dadurch zwar nichts ändern, aber dennoch kommen ihre guten Leistungen dem FC Bayern gelegen.
Obwohl es nur gegen neuseeländische Amateure ging, stand das Spiel (wie die ganze Klub-WM) im weltweiten Fokus. Für anstehende Verhandlungen mit potenziellen Abnehmern waren diese starken Auftritte im Schaufenster kurz vor der Transferphase sicherlich von Vorteil. Geht es so weiter, könnte die Klub-WM dem FC Bayern nicht nur durch exorbitante Preisgelder dringend benötigte Einnahmen bescheren. Sondern auch indirekt durch höhere Ablösesummen für ihre zumindest beim Auftaktspiel glänzend aufgelegten Verkaufskandidaten.
Boey wurde zuletzt vor allem mit Sanes künftigem Klub Galatasaray in Verbindung gebracht. Coman hat in der Premier League und in Saudi-Arabien Interesse geweckt. Rechts hinten plant der FC Bayern mit Konrad Laimer und Josip Stanisic, für Comans linken Flügel soll noch ein Neuzugang mit Stammplatz-Potenzial kommen. Abgesehen von Boey und Coman könnten unter anderem auch noch Mittelfeldspieler Joao Palhinha (kein Einsatz gegen Auckland) und der aktuell verletzte Innenverteidiger Min-Jae Kim die Münchner verlassen.