Neuer SiebertIMAGO / Michael Weber

"Geh' rein jetzt!" Schiedsrichter Daniel Siebert maßregelt Manuel Neuer und scherzt über den FC Bayern

Der DFB hat Aufnahmen von der sogenannten "Ref-Cam" während des Pokalkrachers zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig auf YouTube veröffentlicht. Unter anderem darauf zu sehen: Ein scherzhafter "Disput" zwischen Keeper Manuel Neuer und Schiedsrichter Daniel Siebert.

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    FC Bayern gegen RB Leipzig früh unter Druck: "Pause tut Euch ja ganz gut"

    Als Neuer in der 27. Minute wegen einer abermaligen Unterbrechung wegen einer VAR-Überprüfung in Richtung des Referees schimpft, kontert Sieber scherzhaft: "Wir checken noch auf Foul, deswegen musst du warten. Kann sein, dass es Elfmeter ist, deswegen müssen wir checken. Entspann dich! Die Pause tut Euch ja ganz gut. Geh' rein!" Damit nahm Siebert wohl Bezug auf die turbulente Anfangsphase des Spiels, in der sich die Bayern nicht über einen Rückstand hätten beschweren dürfen und kurz nach Beginn durch den VAR sogar bei Christoph Baumgartners Treffer gerettet wurden.

    Vor Sieberts Ansage an Neuer war es zu seiner wohl strittigsten Entscheidung im Spielverlauf gekommen, als er ein klares Foul von Josip Stanisic an Antonio Nusa nicht sah und der VAR anschließend nur auf Strafstoß überprüfen konnte. Weil das Vergehen knapp außerhalb erfolgte, erhielt RB auch keinen Freistoß aus guter Position.

    Ein Umstand, der besonders RB-Trainer Ole Werner maximal in Rage versetzte. Es sei "für mich Wahnsinn, dass er gar keinen Tatort gesehen hat", schimpfte Werner nach dem Spiel und ließ Siebert auch für dessen Umgang mit ihm nach Abpfiff in keinem guten Licht dastehen. 

    "Ich bin zum Schiedsrichter hin, der hat mein Angebot des Handschlags komplett ignoriert. Ich weiß nicht, was ich ihm getan habe, vielleicht hat er es auch nicht mitbekommen, weil er mit anderen Leuten im Gespräch war", schilderte Werner: "Aber auf jeden Fall hatten wir Blickkontakt und er hat es vorgezogen, mir heute nicht die Hand zu geben, warum auch immer."

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  • Daniel SiebertGetty Images

    Pavlovic und Stanisic von Siebert zurechtgewiesen

    Siebert knöpfte sich im Spielverlauf auch noch andere Bayern-Spieler vor. Unter anderem maßregelte er Stanisic sehr deutlich, weil dieser sich gemeinsam mit Joshua Kimmich in der 61. Minute bei Siebert über ein gegebenes Foulspiel lautstark echauffiert hatte und zeigte ihm schlussendlich Gelb wegen Meckerns. 

    Auf Kimmichs vehemente Forderung nach einer Roten Karte für Leipzig-Keeper Maarten Vandevoordt, als dieser Stanisic elfmeterwürdig in der 62. Minute zu Fall gebracht hatte, erwiderte Siebert indes, dass hier die Regelauslegung wegen Vandevoorts "Ballorientierung" greife und daher nur mit Gelb zu ahnden sei.

    Bei einer Rudelbildung in der 70. Minute nach dem klaren Schubser von Nicolas Seiwald gegen Jamal Musiala hinterfragte er besonders Aleksandar Pavlovics Handeln, der sich Castello Lukeba gepackt hatte. "Ihr führt 2:0! Warum machst du so einen Scheiß?"

    Bei diesem Spielstand blieb es am Ende auch und der deutsche Rekordmeister steht nach dem Sieg erstmals seit 2020 wieder in einem Halbfinale des DFB-Pokals. Dort treffen die Münchner entweder auf Bayer Leverkusen, den SC Freiburg oder den VfB Stuttgart. Die Auslosung der Halbfinalspiele findet erst am 22. Februar statt.

Häufig gestellte Fragen

Der FC Bayern München wurde am 27. Februar 1900 im Schwabinger Café Gisela gegründet. Gründungsmitglieder waren elf junge Männer, angeführt vom späteren ersten Präsidenten Franz John. Die Gründung bedeutete die Abspaltung vom MTV München.

An der FC Bayern München AG, die sich insbesondere um die Fußballabteilung kümmert, hält der eigetragene Verein (eV) des FC Bayern München, also die rund 400.000 Mitglieder, mit 75 Prozent den Hauptanteil. Die restlichen 25 Prozent halten die Adidas AG, die Allianz SE und die Audi AG zu gleichen Anteilen (je 8,33 Prozent).

Das Stadion des FC Bayern München befindet sich im Norden der bayerischen Landeshauptstadt (Schwabing-Freimann) und trägt den Namen Allianz Arena.

Das Stadion des FC Bayern München, die Allianz Arena, bietet bei nationalen Spielen 75.024 Plätze, bei internationalen Ansetzungen 70.000.

Der FC Bayern München hat in seiner langen Historie eine Vielzahl von nationalen und internationalen Titeln gewonnen. Darunter zählen:

  • 33-mal deutscher Meister (22/23, 21/22, 20/21, 19/20, 18/19, 17/18, 16/17, 15/16, 14/15, 13/14, 12/13, 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 00/01, 99/00, 98/99, 96/97, 93/94, 89/90, 88/89, 86/87, 85/86, 84/85, 80/81, 79/80, 73/74, 72/73, 71/72, 68/69, 31/32)
  • 20-mal DFB-Pokal Sieger (19/20, 18/19, 15/16, 13/14, 12/13 , 09/10, 07/08, 05/06, 04/05, 02/03, 99/00, 97/98, 85/86, 83/84, 81/82, 70/71, 68/69, 66/67, 65/66, 56/57)
  • 3-mal Champions League Sieger (19/20, 12/13, 00/01)
  • 3-mal Europapokal der Landesmeister Sieger (75/76, 74/75, 73/74)
  • 2-mal FIFA Klub-WM Sieger (20/21, 13/14)
  • 2-mal Weltpokal Sieger (2001 , 1976)
  • 2-mal UEFA Supercup Sieger (20/21, 13/14)
  • 1-mal UEFA Cup Sieger (95/96)
  • 1-mal Europapokal der Pokalsieger Sieger (66/67)
  • 10-mal deutscher Superpokalsieger (22/23, 21/22, 20/21, 18/19, 17/18, 16/17, 12/13, 10/11, 90/91, 87/88)
  • 6-mal deutscher Ligapokalsieger (07/08, 04/05, 00/01, 99/00, 98/99, 97/98)
  • 1-mal süddeutscher Pokalsieger (56/57)

Der FC Bayern München hat 33-mal die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Aktuell hält Thomas Müller den Rekord für die meisten Einsätze für den FC Bayern München. Müller absolvierte bislang 746 Pflichtspiele für den FCB.

Die meisten Tore für den FC Bayern München hat Gerd Müller geschossen. Die mittlerweile verdorbene Vereinslegende traf 570-mal im Dress des deutschen Rekordmeisters. Dafür brauchte er 613 Spiele.

Für den FC Bayern München spielten eine Vielzahl an legendären Fußballern. Folgende Spieler trugen allesamt das Trikot des FCB:

Oliver Kahn, Sepp Maier, Manuel Neuer, Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Klaus Augenthaler, Philipp Lahm, David Alaba, Bixente Lizarazu, Lúcio, Georg "Katsche" Schwarzenbeck, Stefan Effenberg, Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Lothar Matthäus, Franz "Bulle" Roth, Joshua Kimmich, Xabi Alonso, Franck Ribéry, Arjen Robben, Jamal Musiala, Mehmet Scholl, Uli Hoeneß, Gerd Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Giovane Élber, Robert Lewandowski, Thomas Müller und Claudio Pizarro.

Beim FC Bayern München standen in der Geschichte viele berühmte und erfolgreiche Trainer an der Seitenlinie. Dazu gehören:

Zlatko "Tschik" Cajkovski, Udo Lattek, Dettmar Cramer, Jupp Heynckes, Erich Ribbeck, Franz Beckenbauer, Giovanni Trapattoni, Otto Rehhagel, Ottmar Hitzfeld, Felix Magath, Jürgen Klinsmann, Louis van Gaal, Pep Guardiola, Carlo Ancelotti, Hansi Flick und Thomas Tuchel.

Der Spitzname des FC Bayern München nimmt Bezug auf die Vereinsfarben. So werden die Spieler des deutschen Rekordmeisters meist nur "die Roten" genannt.

Darüber hinaus ist auch der Begriff "FC Hollywood" gebräuchlich, welchen der ehemalige Trainer Giovanni Trapattoni prägte. Der Spitzname bezieht sich auf eine turbulente Zeit des Vereins während der 90er-Jahre, als es zwischen einigen hochrangigen Spielern und Funktionären des Klubs zu Auseinandersetzungen kam - ähnlich wie in einer täglichen Seifenoper.

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