Die beiden englischen Klubs Manchester City und Manchester United sind scheinbar in einen Altersbetrugsskandal verwickelt. Das berichtet die englische Zeitung Telegraph.
Getty ImagesGefälschte Fotos und Dokumente aufgetaucht! Manchester United und Manchester City offenbar in Betrugsskandal verwickelt
WAS IST PASSIERT?
Demnach sollen einige der im Ausland geborenen Jugendspieler beider Vereine in der Vergangenheit mit gefälschten Papieren registriert worden sein. Im Detail geht es um insgesamt sechs Nachwuchsprofis, deren jüngst aufgetauchte Fotos und Dokumente starke Zweifel aufkommen lassen, ob sie tatsächlich dem dort angegebenen Alter entsprechen. Drei davon sollen in den Reihen der beiden Manchester-Klubs unter Vertrag gestanden haben.
Auf besagten Fotos soll zu sehen sein, wie die Spieler in ihren Heimatländern in deutlich älteren Altersgruppen gelistet und auch aufgelaufen waren, als von beiden Manchester-Klubs angegeben.
WAS IST DER HINTERGRUND?
Genaue Namen gehen aus dem Bericht nicht hervor, da es sich bislang lediglich um einen Verdacht handelt und den Vereinen in ihrem Handeln zunächst keine Vorsätzlichkeit vorgeworfen werden kann. Sowohl Manchester City als auch Manchester United sollen von den falschen Altersangaben offenbar nichts gewusst haben, ein absichtlicher Betrug liege dementsprechend nicht vor.
Die Red Devils ließen in einer offiziellen Mitteilung verlauten: "Wir verpflichten uns, alle Aspekte unserer Akademie im Rahmen der von unseren Leitungsgremien festgelegten Regeln und Vorschriften zu betreiben, auch bei der Rekrutierung und Registrierung von Spielern. Wir nehmen unsere Verantwortung für das Wohlergehen und den Schutz der Spieler sehr ernst."
Auch Statdrivale City erklärte, dass man keine gesetzlichen oder behördlichen Verpflichtungen bezüglich der Verpflichtung der Jugendspieler verletzt habe. Schließlich sei es im Jugendfußball keine Seltenheit, dass jüngere Spieler auch in höheren Altersgruppen auflaufen würden.
WUSSTEST DU?
Seit einigen Jahren schon ist Altersbetrug im Jugendfußball ein wachsendes Problem. So sorgte in Deutschland der Fall von Youssoufa Moukoko für Aufsehen. Eine jüngst erschienene Doku erhob erneut schwere Vorwürfe gegen den Stürmer von Borussia Dortmund.
Moukoko vermeintlicher Vater Joseph Moukoko erklärte dort, dass es Tricksereien beim Alter gegeben habe. "Ich habe ihm in Jaunde eine falsche Geburtsurkunde besorgt. Damit bin ich dann zur Botschaft gegangen und habe ihm einen Pass besorgt und ihn dann als meinen Sohn mit nach Deutschland genommen. Er ist eigentlich am 19. Juli 2000 geboren. Wir haben ihn vier Jahre jünger gemacht. Jetzt ist er am 20. November 2004 geboren."
Demnach wäre Moukoko heute 24 statt 20 und in der Vergangenheit nicht für seine jeweiligen Nachwuchsmannschaften bei Borussia Dortmund und dem DFB spielberechtigt gewesen.



