Mittelfeldspieler Granit Xhaka von Bayer 04 Leverkusen hat nach der 0:3-Pleite seiner Mannschaft im Champions-League-Achtelfinalhinspiel gegen den FC Bayern München bestätigt, dass es zwischen einigen B04-Stars nach Abpfiff zu Meinungsverschiedenheiten im Kabinentrakt gekommen ist.
Imago"Ganz großer Frust" nach CL-Pleite gegen Bayern München: Leverkusen-Star bestätigt Katakomben-Zoff nach Spielende
WAS IST PASSIERT?
Bereits während des Spiels hatten TV-Kameras eingefangen, wie die beiden Leverkusener Florian Wirtz und Jeremie Frimpong nach ihrer Auswechslung dem Ärger über den Spielverlauf Luft machten und gestenreich auf der Bank miteinander diskutieren. Dem Niederländer huschte dabei auch ein deutlich sichtbares "F*** off!" über die Lippen, unklar ist jedoch, gegen wen oder was genau die Worte sich richteten.
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WAS WURDE GESAGT?
Auf Nachfrage, ob Xhaka den Stress im Kabinentrakt nach Abpfiff mitbekommen habe, nickte der Schweizer und erklärte: "Das gehört dazu. Das ist nicht wegen uns, sondern wegen einer anderen Geschichte. Aber das soll intern bleiben. Klar, der Frust ist natürlich ganz groß. Es sind so viele Sachen heute passiert, bei denen ich durchatmen muss, um nichts Falsches zu sagen."
Weiter führte er aus: "Ich bin keiner, der auf Einzelpersonen draufhaut. Das werde ich jetzt auch nicht tun. Aber da waren schon ein paar Sachen dabei, die nicht auf dieses Niveau gehören."
WAS IST DER HINTERGRUND?
Damit spielte Xhaka auch auf die aus seiner Sicht schwache Leistung von Schiedsrichter Michael Oliver an, der einerseits Leverkusens Verteidiger Nordi Mukiele nach hartem Einsteigen gegen Kingsley Coman mit Gelb-Rot vom Platz schickte und andererseits den Bayern in der Schlussphase einen Foulelfmeter zusprach, nachdem Edmond Tapsoba gegen Harry Kane geklammert hatte.
"Ich kenne den Michael und ich bin überzeugt, dass er den in der Premier League nicht pfeifen wird", meinte der Schweizer. Tapsoba habe Kane nicht gehalten, sondern geblockt und entsprechend sei das "gar nichts" gewesen. Oliver zeigte nach Überprüfung an der Seitenlinie dennoch auf den Punkt und Kane verwandelte mit seinem zweiten Treffer des Spiels zum 3:0-Endstand.
Durch die 0:3-Niederlage steht die Werkself vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag nun gehörig unter Druck. Ein Weiterkommen sei dennoch noch nicht vom Tisch, wie Xhaka betonte. Er sei "der Letzte", der aufgebe: "Wir wissen, dass wir Bayern schlagen können. Das haben wir schon öfters bewiesen. Vor allem zu hause. Wir werden und wir müssen alles dafür tun. Ob das dann am Ende reicht - schauen wir mal."



