Er könne die kritische Rückmeldung durch den DFB gut annehmen, ergänzte Göttlich, dennoch habe ihn diese "überrascht, weil es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dass man sich die Frage stellt, bevor man zu einem großen Turnier fährt, inwieweit die Bedingungen dort gegeben sind für den Zugang von Fans, für die freie Begegnung und so weiter".
Der Fußball "funktioniert nicht im Reagenzglas", mahnte Göttlich. In den USA werde versucht, "eine demokratische Spaltung herbeizuführen". Dass der DFB sich in dieser Frage eng mit der Bundesregierung abstimme, sei richtig. Dabei müsse man sich aber die Frage stellen, "inwieweit es in Ordnung ist, demokratiezersetzenden Tendenzen eine sportliche Bühne zu geben".
Er glaube sogar, meinte Göttlich, dass der Verband um Präsident Bernd Neuendorf ihm "ein Stück weit dankbar" sei, dass die Diskussion nicht erst unmittelbar im Vorfeld des Turniers hochgekocht sei "und man sich sinnvoll vorbereiten kann. Und ich sage ja nicht, die Spieler sollen sich Augen oder Ohren zuhalten."