Uli Hoeneß hat die Vorgehensweise von Investoren-Klubs kritisiert. "Es wird langsam schwierig, international eine gewisse Balance zu halten", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München am Donnerstag in Hannover beim Talk-Format Anstoß derNeuen Presse.
Hoeneß erwartet dabei, dass verstärkt "aus dem Nahen Osten in den nächsten ein, zwei Jahren Vereine aufgekauft werden. Katar will Manchester United kaufen, Saudi-Arabien will den FC Liverpool kaufen - dann wird es lustig für uns", prophezeite der 71-Jährige.
Sorgen macht sich Hoeneß vor allem um das finanzielle Vorgehen. "Wenn es ihnen gelingt, das Financial Fair Play zu umgehen, über Zahlungen, die nicht zu verifizieren sind, dann ist das Spiel ohne Grenzen aufgemacht", warnte er.
Schwierig ist laut Hoeneß, dass die UEFA "nicht einfach überprüfen kann, ob die richtigen Unterlagen ankommen". Die Partie gegen das von Katar gesponserte PSG habe ihn deswegen besonders "gereizt". Der 1:0-Sieg habe "bewiesen, dass Geld nicht immer Tore schießt".