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"Es waren schon Kacktore": Kapitän Emre Can findet nach dem BVB-Debakel in Bergamo klare Worte

Emre Can hat vor allem das vor den Gegentoren schwache Defensivverhalten für die 1:4-Niederlage von Borussia Dortmund im Rückspiel der Champions-League-Play-offs bei Atalanta Bergamo verantwortlich gemacht: "Wenn du vier Tore in den Playoffs kassierst, dann wird es schwer weiterzukommen. Keinen Vorwurf an irgendeinen Spieler, aber wenn du solche individuellen Fehler machst, wird es schwer weiterzukommen", sagte der Kapitän von Borussia Dortmund nach Schlusspfiff bei DAZN.

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    Can selbstkritisch: "Wir sind am Ende verdient nicht weitergekommen"

    Allerdings habe man auch genügend Möglichkeiten gehabt, um zu verkürzen: "Wenn wir unsere Chancen mal nutzen würden ... ich glaube schon, dass wir in der zweiten Halbzeit einige Hundertprozentige hatten", haderte Can.

    Der enttäuschte Kapitän betonte zwar, es sei "sehr, sehr unglücklich" gelaufen, räumte aber auch angesichts der "vielen individuellen Fehler" ein: "Wir sind am Ende, wenn man ehrlich ist, verdient nicht weitergekommen."

    Der hohe Druck der Gastgeber sei dafür nicht verantwortlich gewesen. "Es waren schon Kacktore, würde ich sagen. Ich weiß nicht, was für ein Wort ich sonst finden sollte", sagte der 32-Jährige, der als rechter Innenverteidiger über die komplette Spielzeit auf dem Platz gestanden hatte, über die vier Gegentreffer.

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    BVB-Kapitän Can stärkt Mitspieler Gregor Kobel nach Patzer den Rücken

    Nach dem 0:3-Rückstand sei man eigentlich gut im Spiel gewesen, habe dann auch verdient durch Karim Adeyemi auf 1:3 verkürzen können - es dann aber verpasst, nachzulegen.

    Über den von Ramy Bensebaini in der Nachspielzeit verursachten Strafstoß sagte Can: "Ich weiß nicht, ob das ein Elfmeter war, keine Ahnung." Zuvor hatte Torwart Gregor Kobel nicht konsequent geklärt, sondern Can bedienen wollen. Sein Pass war jedoch genau bei Atalanta-Profi Mario Pasalic gelandet. 

    Sein Mitspieler verteidigte den Torhüter, der das Gegentor auf seine Kappe nahm, nach dem Patzer gegen mögliche Kritik. "Wie oft Gregor uns in dieser Saison gerettet hat, wie er auch in der ersten Halbzeit den einen Ball rausholt, war Wahnsinn. Es tut mir leid für den Jungen, aber kein Vorwurf, überhaupt kein Vorwurf", betonte Can.

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    Kovac: "Wir müssen nicht reden, Elfmeter hin, Elfmeter her"

    BVB-Trainer Niko Kovac äußerte bei DAZN  Kritik an der Defensivleistung seines Teams. "Wir müssen uns schleunigst darauf konzentrieren, dass wir gut verteidigen", sagte der 54-Jährige. "In der Champions League werden diese Fehler bestraft", analysierte Kovac.

    Über die Strafstoß-Entscheidung in der Nachspielzeit wollte er nicht diskutieren. "Wir müssen nicht reden, Elfmeter hin, Elfmeter her", wiegelte der BVB-Coach ab, der seiner Mannschaft attestierte, "ein bisschen naiv" aufgetreten zu sein.

    An einzelnen Szenen wollte er die Niederlage nicht festmachen. "Wir sind heute verdient ausgeschieden. Wir haben nicht die Leistung gebracht, die nötig gewesen wäre", fasste er zusammen.

    Dortmund verlor nach einem 0:2-Hinspielsieg gegen Atalanta Bergamo das Rückspiel auswärts mit 1:4 und schied damit aus der Champions League aus. Auch Kapitän Can wirkte bei seinem Comeback nicht immer sicher und war mehrfach nicht auf der Höhe.

  • Die nächsten Spiele von Borussia Dortmund

    TerminSpiel
    28. Februar, 18.30 UhrBVB - FC Bayern München (Bundesliga)
    7. März, 18.30 Uhr 1. FC Köln - BVB (Bundesliga)
    14. März, 15.30 UhrBVB - FC Augsburg (Bundesliga)
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