Borussia Dortmund hat nach der Entlassung von Trainer Nuri Sahin unter der Woche zwei große Aufgaben zu bewältigen. Zum einen muss die Mannschaft nach vier Niederlagen am Stück zurück in die sportliche Erfolgsspur, zum anderen gilt es, den passenden neuen Cheftrainer zu finden. Vor der Bundesliga-Partie gegen Werder Bremen am Samstagnachmittag nahm sich BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl der wichtigsten Fragen an.
Getty Images"Es ist kein optimaler Zeitpunkt": BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl über Trainersuche nach Entlassung von Nuri Sahin
Getty Images SportWAS IST PASSIERT?
Die Trennung von Sahin nach der Niederlage beim FC Bologna am vergangenen Dienstag (1:2) habe "weh getan", sei "aber der richtige Schritt im Sinne von Borussia Dortmund" gewesen, sagte Kehl im Gespräch mit Sky.
WAS WURDE GESAGT?
Nicht erst seit Mittwoch werden in den Medien zahlreiche Trainernamen als potenzielle Sahin-Nachfolger gehandelt. Diese reichen von Niko Kovac und Joachim Löw bis hin zu Manuel Pellegrini oder Christian Streich.
Kehl ließ sich am Samstag nicht in die Karten schauen und sprach Interimslösung Mike Tullberg sein Vertrauen aus. Wie lange der eigentliche U19-Coach des BVB die Profis anleiten wird, scheint offen zu sein - die Champions-League-Partie gegen Donezk unter der Woche bekommt der Däne aber noch, verkündete der BVB nach der Partie gegen den SVW.
Kehl wörtlich: "Da gibt es viele Spekulationen. Wir machen uns viele Gedanken, führen Gespräche, das ist sehr verschieden. Es ist eine schwierige Situation, im Winter einen Trainer zu finden. Wir kennen die Kandidaten, die auf dem Markt sind. Wir kennen die Profile der Kandidaten. Es ist kein optimaler Zeitpunkt, einen Trainer zu wechseln. Wir werden die Entscheidung dann treffen, wenn wir so weit sind."
WUSSTEST DU DAS?
Neben massiver Kritik in den Medien mussten sich die BVB-Mannschaft und deren sportliche Führung unter der Woche auch deutliche Worte aus der eigenen Führungsetage anhören. "Es gibt unterschiedliche Meinungen. Sie können sich sicher sein, dass wir intern kritisch damit umgehen und trotzdem die Situation einschätzen können", sagte Kehl angesprochen auf Matthias Sammers Kritik nach dem Bologna-Spiel.
WAS IST DER HINTERGRUND?
BVB-Berater Sammer hatte der Dortmunder Mannschaft in seiner Funktion als TV-Experte für Amazon bescheinigt, "körperlich und geistig in einer Nicht-Verfassung" zu sein. "Wir stehen auf Platz zehn in der Liga und können uns in der Champions League nicht mehr direkt qualifizieren. Dass dann Kritik aufkommt, ist klar", sagte Kehl.

