Der FC Bayern hat offenbar Abstand von einer Verpflichtung von Fisnik Asllani von der TSG 1899 Hoffenheim genommen. Das berichtet der kicker in seiner Ausgabe am Montag. Ein Grund dafür sei die jüngst vollzogene Vertragsverlängerung von Serge Gnabry bis 2028. Allerdings habe auch der Spieler die Scouts des Rekordmeisters nicht vollends überzeugt.
Getty ImagesEr soll eine große Schwäche offenbart haben: FC Bayern sieht offenbar von Transfer von Fisnik Asllani ab
FC Bayern findet Asllani angeblich zu langsam
Demnach sei man beim FC Bayern zwar von den "fußballerischen Qualitäten" und seinen Stärken im gegnerischen Sechzehner überzeugt. Diese hatte Asllani sogar erst am Sonntag im direkten Duell zwischen den Bayern und der TSG unter Beweis gestellt, als er den zwischenzeitlichen Ausgleich von Andrej Kramaric vorbereitete.
Allerdings seien die Scouts des FCB nach "intensiven Beobachtungen" zu dem Schluss gekommen, dass Asllani schlichtweg zu langsam sei und es ihm an Tempo fehle. Aktuell steht bei Asllani laut Daten ein Topspeed von 31,8 km/h.
Bereits Ende November hatte Sportdirektor Christoph Freund das Interesse der Bayern an Asllani eher kleingeredet. "Ein guter Spieler, er schießt viele Tore. Ein cleverer Junge, der sich sehr gut entwickelt hat", sagte Freund Sky. Der 23-Jährige sei "ein guter, interessanter junger Spieler, über den schon viel gesprochen wird", so der Österreicher weiter, der dann noch nachschob: "Wir sind aktuell sehr glücklich damit, was wir haben und wie wir aufgestellt sind."
Getty ImagesBVB jetzt mit guten Karten bei Asllani?
Asllani, der in der Jugend von Union Berlin ausgebildet wurde, hatte sich während eines Leihjahres bei der SV Elversberg einen Namen gemacht und mit 29 Torbeteiligungen in 37 Pflichtspielen für die SVE seinen persönlichen Durchbruch im deutschen Profifußball gefeiert.
Seine äußerst positive Entwicklung bestätigte der Offensivspieler in der laufenden Saison nach seiner Rückkehr auch bei den Hoffenheim-Profis. In 22 Spielen war Asllani schon an 14 Treffern direkt beteiligt (7 Tore, 7 Vorlagen). Er ist eines der Gesichter des Aufschwungs der Kraichgauer, die in der vergangenen Saison noch lange gegen den Abstieg gespielt hatten und nun - trotz all der Nebengeräusche hinter den Kulissen - mittendrin im Kampf um die Champions-League-Qualifikation sind.
Asllanis Leistungen sind jedoch nicht nur dem FC Bayern aufgefallen. Der 23-Jährige soll auch das Interesse des BVB geweckt haben, im Winter sollen laut Sky sogar Angebote aus England zwischen 40 und 50 Millionen Euro hereingeflattert sein. Dass Asllani die TSG im Sommer verlässt, gilt als wahrscheinlich.
Asllani: Per Ausstiegsklausel zu "Traumverein" FC Barcelona?
Denn dann soll eine Ausstiegsklausel im noch bis 2029 laufenden Vertrag aktivierbar werden, die laut Sky je nach Verein zwischen 25 und 29 Millionen Euro liege. Neben dem Rekordmeister und Borussia Dortmund soll auch der FC Barcelona Asllani intensiv beobachten.
Die Katalanen seien "mein Traumverein", hatte Asllani selbst in einem Interview mit der Sport Bild mal verraten. Generell machte er zudem keinen Hehl daraus, dass er in naher Zukunft zumindest ein großes Ziel erreichen wolle. "Ich möchte in der Champions League spielen. Es ist wichtig, Träume zu haben und auf etwas hinzuarbeiten", sagte er.
Das könnte er womöglich auch mit Hoffenheim in der kommenden Saison, wahrscheinlicher ist aber, dass er sein Debüt in der Königsklasse demnächst für einen anderen Klub gibt. Dieser wird aber voraussichtlich nicht der deutsche Rekordmeister sein.