Die Elfenbeinküste wirbt offenbar um die Dienste von Karim Coulibaly und lockt den deutschen Junioren-Nationalspieler mit einem möglichen WM-Ticket. Das berichtet die Bild. Sollte dies tatsächlich vonstatten gehen, könnte Coulibaly im zweiten Gruppenspiel der Weltmeisterschaft gegen sein Geburtsland auflaufen.
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Verantwortliche des nationalen Verbands sollen laut Bild kommende Woche zum Nachholspiel zwischen Hoffenheim und Werder Bremen reisen, um den 18 Jahre jungen Innenverteidiger noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und ihn von einem Verbandswechsel zu überzeugen.
Coulibaly besitzt sowohl die deutsche, als auch die ivorische Staatsbürgerschaft. Gebürtig kommt er aus Oldenburg. Im Sommer 2024 war er aus der Jugend des HSV nach Bremen gewechselt und sich mit guten Leistungen in der U19 auf dem Weg zum Junioren-Pokalsieg und ins Halbfinale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft für die Profimannschaft empfohlen.
Karim Coulibaly debütierte am 2. Spieltag in Werders Startformation
Dort ist er mittlerweile eine der großen Überraschungen der Bundesliga-Saison. Coulibaly ist mittlerweile unter Trainer Horst Steffen absoluter Leistungsträger in der Werder-Defensive, nur im ersten Saisonspiel kam er von der Bank, seitdem ist er Stammspieler.
Bereits bei seinem Startelfdebüt stand er am 2. Spieltag gegen Bayer Leverkusen im Fokus. Beim 3:3 verursachte er mit einem kapitalen Fehlpass im Aufbau das 0:1 und traf in der vierten Minute der Nachspielzeit noch zum späten Ausgleich. Für ihn ging es anschließend steil bergauf, ehe er beim 0:4 gegen den VfB Stuttgart kurz vor der Winterpause nach einem Platzverweis noch einmal einen kleinen Rückschlag verkraften musste.
Getty Images Sport"Wir sind sehr glücklich damit, wie er es bisher gemacht hat. Seitdem er bei mir ist und Bundesliga spielt, hat er bereits sehr viel Stressresistenz gezeigt", sagte Werder-Trainer Steffen über Coulibalys Entwicklung in der laufenden Saison.
Das ist offenbar auch ganz großen Klubs in Europa nicht entgangen. Wie die Bild berichtet, hätten unter anderem Juventus Turin und die AC Milan bei Werder wegen Coulibaly angeklopft. Auch Eintracht Frankfurt habe den den Defensivspieler auf dem Zettel. Coulibalys Vertrag in Bremen läuft noch bis 2029, ein Abschied schon im kommenden Sommer sei jedoch durchaus möglich, berichtet die Bild weiter.