Al Nassr v Al Taawoun: Saudi Pro LeagueGetty Images Sport

Er droht und streikt! Blitz-Rückkehr von Cristiano Ronaldo nach Europa?

Der Konflikt zwischen Cristiano Ronaldo, seinem Klub Al Nassr und dem saudischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) spitzt sich weiter zu. Was zunächst als interne Unzufriedenheit begann, hat sich inzwischen zu einem offenen Protest entwickelt – mit sportlichen Konsequenzen und möglichen Folgen bis hin zu einem Blitz-Abschied des Superstars aus Saudi-Arabien. Darüber berichtet nun CBS Sports. Demnach fühle sich Ronaldo sogar so sehr "betrogen", dass es nun einer Intervention und Aussprache mit hochrangigen Vertretern des PIF bedürfe, um eine endgültige Eskalation zu vermeiden. Laut CBS habe Ronaldo Spitzenfunktionären der Liga offen mit einem Abschied aus Saudi-Arabien gedroht.

  • Cristiano Ronaldo vs. PFI: Benzema-Transfer als Auslöser

    Auslöser der Spannungen ist der überraschende Wechsel von Karim Benzema von Al Ittihad zum Erzrivalen Al Hilal, welcher den Tabellenführer im Titelrennen stärkt. Ronaldo soll besonders verärgert sein, weil sein Klub im Wintertransferfenster kaum nachlegte und lediglich den jungen Mittelfeldspieler Hayder Abdulkareem verpflichtete.

    Der Portugiese, der seit seinem Wechsel Anfang 2023 noch keinen großen Titel mit Al Nassr gewonnen hat, fühlt sich offenbar ausgebremst. Medienberichten zufolge drohte er bereits im Vorfeld des Benzema-Deals mit einem Streik. Tatsächlich fehlte der 41-Jährige beim 1:0-Sieg gegen Al Riyadh – ein erstes sichtbares Zeichen des Protests. Der Telegraph sprach in diesem Zusammenhang von einem "außergewöhnlichen Kollisionskurs".

    Inzwischen ist klar: Ronaldos Boykott hält an. Auch beim kommenden Ligaspiel gegen Al Ittihad wird der Stürmer nicht im Kader stehen. Transferexperte Fabrizio Romano stellte unmissverständlich klar: "Cristiano Ronaldo wird Al Nassr im nächsten Spiel gegen Al Ittihad am Freitag fehlen."

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  • Cristiano Ronaldo mit angeblicher Ausstiegsklausel über 50 Millionen Euro

    Romano betonte zudem, dass es weder sportliche noch medizinische Gründe für das Fehlen gebe. "Wie bereits am Montag enthüllt, gibt es keine Probleme mit dem Trainerstab oder dem Management, er ist nicht verletzt und hat keine körperlichen Probleme. Er ist weiterhin verärgert über die Verantwortlichen der Profiliga wegen der Art und Weise, wie sie einige Klubs führen."

    Hinter den Kulissen wird bereits über Konsequenzen spekuliert. Berichte aus Portugal und England deuten darauf hin, dass Ronaldos Unzufriedenheit – trotz eines bis 2027 laufenden Vertrags – in einen Transfer im Sommer münden könnte. Demnach soll es laut der portugiesischen Sportzeitung Record eine Ausstiegsklausel über 50 Millionen Euro geben. Als Optionen gelten eine Rückkehr nach Europa oder ein Wechsel in die nordamerikanische MLS.

    Für Ronaldo steht dabei auch ein persönliches Ziel im Fokus: Mit aktuell über 950 Pflichtspieltoren will der fünffache Ballon-d’Or-Gewinner als erster Spieler die Marke von 1.000 Treffern erreichen. Ob er dieses Vorhaben weiterhin in Saudi-Arabien verfolgt oder schon bald ein neues Kapitel aufschlägt, hängt nun davon ab, ob sich der Machtkampf mit dem PIF entschärfen lässt – oder endgültig eskaliert.

  • Cristiano Ronaldos Leistungsdaten bei Al-Nassr:

    • Spiele: 127
    • Tore: 111
    • Assists: 22
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