Joshua Kimmich Bayern 2025Getty Images

Er dachte kurz, dass er umkippt: Joshua Kimmich schockiert von Intensität des FC Bayern gegen PSG

Joshua Kimmich hat der Kraftakt des FC Bayern bei Paris Saint-Germain nach eigenen Angaben bis ans Limit seiner Kräfte getrieben - und das nicht nur aufgrund des Platzverweises gegen Luis Diaz in der ersten Halbzeit, durch den das vorher klare Kräfteverhältnis im zweiten Durchgang kippte.

  • WAS WURDE GESAGT?

    Schon in der ersten Halbzeit habe das dominante und laufintensive Spiel der Bayern, die den amtierenden Champions-League-Sieger in den ersten 45 Minuten nach Belieben kontrollierten, Kimmichs totalen Einsatz gefordert.

    "Es war eine der intensivsten Halbzeiten meiner Karriere. Nach 25 Minuten habe ich mal nach oben geguckt und hab gedacht, dass ich gleich umkippe", sagte der 30-Jährige bei Amazon Prime mit Blick auf die so starke erste Halbzeit der Münchner in Paris, in der sie auch gut und gerne bei konsequenter Chancenverwertung mit mehr als zwei Toren hätten führen können.

    "Wir haben ihnen sehr weh getan. Das war jetzt nicht der absolute Ballbesitzfußball, den wir sonst spielen, aber wir waren richtig griffig, hatte viele Chancen, waren körperlich sehr präsent", sagte der defensive Mittelfeldspieler, verwies aber auch darauf, wie viel Kraft es gekostet hatte, die starke Offensive der Franzosen zu kontrollieren.

    "Es war sehr intensiv, dieses Mann gegen Mann, Paris geht viel tief und man muss immer folgen", sagte Kimmich, attestierte seiner Mannschaft aber dennoch, "speziell die erste Halbzeit herausragend gut" gespielt zu haben.

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  • Hakimi DiazGetty Images

    WIE GING ES WEITER?

    Quasi mit dem Pausenpfiff wendete sich jedoch das Blatt. Durch ein völlig übermotiviertes Einsteigen gegen Achraf Hakimi an der Mittellinie erwies ausgerechnet Doppelpacker Diaz den Seinigen einen Bärendienst.

    "Der Lucho war sauer, dass er in der Situation den Ball verliert. Ich habe es kurz am Bildschirm gesehen, er grätscht eigentlich neben den Mann und Hakimi hat in dem Moment seinen Körper reingestellt. Dadurch trifft er ihn dann unten so", kommentierte Kimmich den Wendepunkt des Spiels: "Aber es sieht natürlich böse aus." 

  • Joshua Kimmich Bayern 2025IMAGO / DeFodi Images

    WAS IST PASSIERT?

    In der darauffolgenden 45-minütigen Unterzahl erkämpften sich die Bayern um Kimmich dann den 16. Sieg im 16 Pflichtspiel der Saison. Mehr als den Anschlusstreffer durch Joao Neves (74.) brachte PSG nicht mehr zustande - auch, weil Torhüter Manuel Neuer zweimal glänzend parierte. 

    "Es war dann am Ende wenig nach vorne. Wir haben es aber trotzdem gut verteidigt", stellte Kimmich mit Blick auf die Abwehrschlacht des Rekordmeisters im zweiten Durchgang klar: "Natürlich hatten sie die ein oder andere klare Torchance, aber ich hatte nie das Gefühl, dass wir fünf Minuten lang geschwommen sind. Es waren viele Abschlüsse aus der Distanz und wenn du einen Neuer hinten drin hast, kannst du auch mal schießen lassen."

    Und so hielten Neuer, Kimmich und Co. am Ende dem PSG-Druck Stand und grüßen nun von der Spitze der Königsklassen-Tabelle. Am kommenden Wochenende gastiert der FCB bei Union Berlin, dann folgt die Länderspielpause. In der Champions League reisen die Bayern am 26. November zum ebenfalls noch punktverlustfreien FC Arsenal. "Dann können wir ein weiteres Mal sehen, wo wir stehen", schloss Kimmich.

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