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"Eindruck einer Doppelmoral": FC Barcelona legt nach Klatsche gegen Atletico Madrid offiziell Einspruch ein

Der FC Barcelona akzeptiert die deutliche 0:4-Niederlage im Halbfinal-Hinspiel des Pokals gegen Atletico Madrid nicht kommentarlos. Am Samstag reichten die Katalanen beim spanischen Fußballverband offiziell Einspruch gegen die Spielleitung ein. Insgesamt nennt der Klub fünf Kritikpunkte am Schiedsrichterteam um Juan Martinez Munuera.

  • Im Zentrum steht zunächst die angeblich unterschiedliche Bewertung vergleichbarer Szenen. Beanstandet wird eine "mangelnde Kohärenz bei Disziplinarentscheidungen" in identischen Situationen.

    In dem Schreiben heißt es dazu wörtlich: "Diese Ungleichheit schafft den Eindruck einer Doppelmoral, die mit den Grundsätzen der Fairness, Gleichheit und Rechtssicherheit, die für den Wettbewerb gelten sollten, unvereinbar ist."

    Darüber hinaus führt der Klub "Widersprüchliche Kriterien bei Handspielsituationen" sowie eine "Häufung schwerwiegender Fehler" an. Dabei verwies der Verein ausdrücklich "auf die Häufung eklatanter Schiedsrichterfehler während der gesamten Saison, von denen viele entscheidend und nachteilig für den Verein waren". Weiter heißt es: "Diese Häufung beeinträchtigt direkt die Integrität des Wettbewerbs und führt zu wachsendem Misstrauen."

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  • Atletico de Madrid v FC Barcelona - Copa Del ReyGetty Images Sport

    Barcelona kritisiert Schiedsrichter mit Schreiben

    Auch der Umgang mit dem Videobeweis sorgt für Unmut. Kritisiert werden "Anwendung und Transparenz des VAR". Barcelona sieht "begründete Zweifel an der Verwendung und korrekten Anwendung der Technologie, insbesondere bei Grenzentscheidungen, die nicht mit schlüssigen technischen Erklärungen einhergingen". 

    Zusätzlich bemängelt der Klub "die mangelnde Transparenz bei der Verwaltung und Veröffentlichung der VAR-Audioaufzeichnungen". Ebenso wurden die "Kriterien für Überprüfungen am Monitor" hinterfragt, was laut Verein "zu einer Wahrnehmung von Unsicherheit und Ungleichheit bei der Entscheidungsfindung" beitrage.

  • Flick nannte VAR-Überprüfung "Desaster"

    Konkret verlangt Barcelona die Offenlegung sämtlicher VAR-Tonaufnahmen zu der Szene, in der ein Treffer von Pau Cubarsi zum vermeintlichen 1:4 nach langer Überprüfung aberkannt wurde. Zudem spricht sich der Klub für die Einführung eines Ethik- und Disziplinarkodexes für Unparteiische aus - "nicht zum eigenen Vorteil, sondern zum reibungslosen Ablauf des Wettbewerbs".

    Bereits nach dem 0:4 bei Atletico hatte Trainer Hansi Flick deutliche Worte gefunden. Die rund sieben Minuten dauernde VAR-Überprüfung bezeichnete er als "Desaster". 

    Medienberichten zufolge kam es zu der langen Unterbrechung auch deshalb, weil die halbautomatische Abseitstechnologie nicht funktionierte. "Als ich die Szene gesehen habe, war für mich klar, dass es kein Abseits war. Vielleicht haben sie etwas anderes gesehen. Dann sollen sie es uns sagen, aber es gibt keine Kommunikation", kritisierte der 60-Jährige.

  • atletico barcelonaGetty Images

    Der Spielplan des FC Barcelona

    • 16.2., 21 Uhr: Girona (A)
    • 22.2., 16.15 Uhr: Levante (H)
    • 28.2., 16.15 Uhr: Villarreal (H)
    • 3.3., 21 Uhr: Atletico Madrid (H)
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