Bayern Münchens früherer Flügelstar Franck Ribéry hat sich für einen Verbleib von Thomas Müller beim Rekordmeister stark gemacht.
Getty Images"Ein Zeichen des Respekts": Franck Ribéry sagt deutlich, was er von Bayern Münchens Flügelflitzer Michael Olise erwartet
WAS WURDE GESAGT?
"Ich persönlich hoffe, dass er noch ein Jahr beim FC Bayern bleiben kann", sagte Ribéry der SportBild. Dabei zog der Franzose Parallelen zur finalen Phase seiner Bayern-Karriere. "Ich kann mich erinnern, dass ich meinen letzten Vertrag erst sehr spät unterschrieben habe, im Mai 2018. Das war die gleiche Situation. Thomas ist für die Kabine sehr wichtig, hat einen großen Einfluss. Er ist wichtig, egal, ob er 90 Minuten oder fünf Minuten spielt", sagte Ribéry: "Thomas hat so viel gemacht für den Verein, für die Stadt München. Wenn er noch ein Jahr spielen möchte, dann sollte der Verein ihm diesen Kontrakt geben."
Noch ist die Zukunft von Müller in München ab Sommer offen. Angeblich soll er beim FC Bayern nach 17 Profijahren und bislang 742 Pflichtspielen keinen neuen Vertrag mehr erhalten.
Getty ImagesWIE GEHT ES WEITER?
Derweil machte sich Ribéry für eine Verpflichtung von Bayer Leverkusens Nationalspieler Florian Wirtz stark. "Wenn es irgendeine Möglichkeit gibt, muss Bayern Wirtz holen", sagte der 41-Jährige, der glaubt, dass das Duo Wirtz und Jamal Musiala dauerhaft funktionieren würde.
"Sie sind gleich, weil sie beide ein unheimliches Talent haben. Aber sie sind in ihrer Art zu spielen nicht gleich. Gute Fußballer verstehen sich immer auf dem Feld", sagte Ribéry: "Vielleicht müsste der FC Bayern ein bisschen das System anpassen, weg von den klassischen Flügelstürmern. Ich würde mit einer echten Nummer 9 spielen und dahinter auf den Halbpositionen mit Wirtz und Musiala, etwas weiter innen: Dann bleibt die Außenbahn immer noch für offensivstarke Außenverteidiger. Das könnte sehr gut funktionieren."
gettyWAS WURDE NOCH GESAGT?
Ribéry äußerte sich auch zur starken Debütsaison seines Landsmannes Michael Olise an der Isar: "Ich bin ehrlich: Ich kannte Olise nicht, bevor er zu Bayern kam. Bis jetzt macht er es sehr gut, auch bei der Nationalelf. Ich habe ihn nun entdeckt, es macht mir Spaß, ihm zuzusehen." Der ehemalige Flügelspieler von Crystal Palace müsse nun aber seine Leistungen "bestätigen".
Und auch einen Tipp hatte Ribéry parat: "Olise muss Deutsch lernen, um den Verein zu verstehen. Das ist auch ein Zeichen des Respekts. Ich kann ihm nur raten: Er soll es probieren, Dinge sagen, auch wenn die Worte mal falsch sind. Ansonsten ist man zu oft in sich gekehrt, nicht offen. Ich habe ihn einmal an der Säbener Straße getroffen: Ich fühle, dass er lernen und Erfolg haben will.

