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"Ein echter Spitzenspieler": Samir Nasri feiert beim Afrika-Cup ein Juwel aus der Bundesliga

Nein, ein Statue zu seinen Ehren ist Ibrahim Maza in Algeriens Hauptstadt noch nicht errichtet worden. Auch Wandgemälde mit dem Konterfei des Top-Talents von Bayer Leverkusen sind in Algiers historischem Altstadtviertel Kasbah dem Vernehmen nach noch nicht entstanden. Für derlei Huldigungen ist es viel zu früh. An seinem Status als Algeriens nächster Fußball-Superstar arbeitet der 20-Jährige beim Afrika-Cup derzeit aber mit Nachdruck. Den dazu passenden Spitznamen hat Maza nun auch.

  • "Mazadona" nannte das algerische Portal DZFoot den Offensivspieler in Anlehnung an die argentinische Legende Diego Maradona. Der bereits feststehende Gruppensieger Algerien hatte zuvor das punktlose Äquatorialguinea 3:1 besiegt und vor allem dank Maza den dritten Sieg im dritten Spiel beim Turnier in Marokko gefeiert: Er legte erst das zwischenzeitliche 2:0 des Frankfurters Fares Chaibi (25.) mit einem starken Zuspiel auf, wenig später erhöhte Maza (32.) selbst.

    Die Medien in der Heimat schwärmten von Mazas "weltklasse" Spielübersicht und der feinen Technik. Samir Nasri, 41-maliger französischer Nationalspieler mit algerischen Wurzeln, stimmte in den Sozialen Medien zu: "Maza ist eine große Nummer, ein echter Spitzenspieler."

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    Ibrahim Maza entschied sich gegen den DFB

    Schon im ersten Spiel gegen den Sudan (3:0) hatte Maza nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit getroffen. Nach einer durchwachsenen Leistung gegen Burkina Faso (1:0) avancierte Maza im dritten Auftritt zum Architekten des Erfolgs. Am kommenden Dienstag (17.00 Uhr/Sportdigital) soll im Achtelfinale gegen die Demokratische Republik Kongo der nächste Schritt zum dritten Afrika-Cup-Triumph nach 1990 und 2019 gelingen.

    Für Maza wäre das ein verdienter Lohn und ein weiterer Beleg, für seine Nationalmannschafts-Karriere die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Der bei Hertha BSC ausgebildete gebürtige Berliner durchlief beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) mehrere Juniorenteams, gab letztlich aber Algerien, dem Heimatland seines Vaters, den Vorzug.

    Ausschlaggebend dafür war die Aussicht auf Spielzeit und die erträumte WM-Teilnahme. In Deutschland hätte sich Maza auf der Spielmacher-Position gegen namhafte Konkurrenten wie Florian Wirtz oder Jamal Musiala durchsetzen müssen. "Deutschland hat großartige Spitzenspieler auf dieser Position. Es wäre sehr schwer für mich, dort zu spielen", sagte Maza einmal zur Begründung seiner Entscheidung.

  • Sein Platz im WM-Kader Algeriens dürfte ihm spätestens seit dem Afrika-Cup sicher sein. Im Sommer kann sich Maza beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko auf die Gruppenspiele gegen Titelverteidiger Argentinien, Österreich und Jordanien freuen - dann hofft er auf möglichst viele Auftritte in der K.o.-Runde.

    Und wer weiß? Glänzt er auch in Nordamerika mit Vorlagen und Toren, entstehen womöglich doch die ersten Wandgemälde mit dem Porträt von "Mazadona".

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