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Ein "Amateur unter Champions" wurde zum Fluchbrecher: Fabio Grossos unglaublicher Aufstieg aus der vierten Liga zum Nationalhelden Italiens

"Der Ball ist geklärt, aber Pirlo ist da. Pirlo, immer noch Pirlo, Pirlo mit der Hacke, Schuss... Tor! TOOOOOR, Grosso! Grosso! Grosso! Unglaublich! Unglaublich! Wir führen und es ist noch eine Minute zu spielen. Tor von Grosso!"

Es ist fast 20 Jahre her, als der italienische Kommentator für Sky in der 119. Minute des Halbfinalspiels zwischen Italien und Deutschland vor lauter Freude komplett die Fassung verlor und ein ganzes Land gleich mit ihm. Bis heute ist die Live-Reportage so etwas wie der Soundtrack der Tifosi. Eine Reliquie des Triumphs über den WM-Erzrivalen aus Deutschland - und das auch noch in dessen Wohnzimmer.

Denn das Westfalenstadion war für die Deutschen eine uneinnehmbare Festung. Ein Symbol der eigenen Stärke. Bis dahin hatte keine Nation das Westfalenstadion für ein Länderspiel betreten und es Stunden später als Sieger wieder verlassen. Doch an diesem 4. Juli lief es anders. 

Italien bestand die Prüfung in der Höhle des deutschen Löwen und das gegen ein komplett euphorisiertes und erfrischend stark aufspielendes DFB-Team. Begleitet wurde das Duell der Dauerrivalen von spöttischen Zeitungsüberschriften wie “Pizza Arrivederci” oder anderen Hänseleien. Doch diesmal hatte die Squadra Azzurra die letzten Lacher auf ihrer Seite. Und der Komiker, der die entscheidende Punchline kurz vor dem Ende eines epischen Thrillers mit Alu-Treffern durch Zambrotta und Gilardino und einer Glanztat von Buffon gegen Podolski setzte, hieß Fabio Grosso.

Diese Geschichte ist eine der Episode von Icons – dem GOAL-Podcast, der die vergangenen zehn Weltmeisterschaften anhand ihrer großen Momente, Charaktere und Kontroversen Revue passieren.

  • Grossos legendärer Jubel - Materazzi umarmt den Schiedsrichter

    In der 119. Minute, als eine Ecke von Alessandro Del Piero von der deutschen Abwehr geklärt wurde, sah Andrea Pirlo eine scheinbar eigentlich nicht existierende Lücke und fand per Hackenpass Grosso im Strafraum. Der fackelte nicht lange und schlenzte den Ball traumhaft und unhaltbar für Jens Lehmann ins lange Eck. Eine Minute später erhöhte Del Piero noch per Konter auf 2:0 und besiegelte damit das Aus des Gastgebers und Italiens Finaleinzug.

    Wenige Tage später folgte im Olympiastadion in Berlin gegen Frankreich die endgültige Krönung einer einzigartigen Mannschaft. Doch der vierte WM-Titel in Italien war besonders Grossos Verdienst. Mit seinem Siegtreffer gegen Deutschland schrieb er Geschichte. 

    Sein Jubel damals war legendär. Kopfschüttelnd rannte er auf dem Spielfeld umher und rief: "Ich kann es nicht fassen, ich kann es nicht fassen, ich kann es nicht fassen!" Schließlich wurde er von seinen Teamkollegen eingefangen. Zambrotta, Fabio Cannavaro und Buffon, sie alle waren über den ganzen Platz gerannt, um ihn zu feiern. 

    Einem anderen Schlüsselspieler auf dem Weg zum WM-Titel war das nicht mehr möglich. Marco Materazzi hatte nach 120 Minuten Abnutzungskampf nicht mehr die Kraft, seine Mitspieler zu erreichen. Stattdessen kniete er nieder und umarmte den Nächststehenden. Es war der mexikanische Schiedsrichter Benito Archundia, der vergeblich versuchte, den Innenverteidiger abzuschütteln.

    Das Tor gegen Deutschland veränderte Grossos Karriere, sein Schrei erinnerte an den von Marco Tardelli im WM-Finale 1982, als die Italiener zum dritten Mal und 42 Jahre nach dem letzten Triumph den süßen Geschmack des WM-Siegs kosteten.

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  • Grosso AustraliaGetty Images

    Fabio Grosso bei der WM 2006: Plötzlich unverzichtbar

    Das Turnier 2006 in Deutschland war zweifellos Grossos Weltmeisterschaft. Vielleicht sogar mehr noch als die von Buffon, Francesco Totti, Pirlo oder dem späteren Weltfußballer Cannavaro. Weil Grossos Geschichte bei dieser WM einzigartig ist und sein Werdegang ebenso schön wie unerwartet. Vom Ersatzspieler zum Stammspieler, vom Kaderspieler zum absoluten Protagonisten.

    Nicht einmal Nationaltrainer Marcello Lippi, der Grosso regelmäßig für Qualifikationsspiele der Suqadra Azzurra nominierte und ihn nach einer guten Saison bei Palermo in den WM-Kader berief, hätte jemals gedacht, dass sich Grosso klammheimlich zu einem Weltklasse-Außenverteidiger entwickelt hatte.

    Grossos Tor gegen Deutschland war jedoch nur der wohl bis dahin höchste Höhepunkte, die der damals 28-Jährige im Laufe des WM-Monats erlebte. Dabei begann das Turnier für ihn schleppend. Nach dem 2:0-Auftaktsieg über Ghana drückte er gegen die USA 90 Minuten lang die Bank, für ihn spielte Cristian Zaccardo, der ein Slapstick-Eigentor schoss und damit Italiens einzigen Punktverlust im WM-Verlauf begünstigte. 

    Danach setzte Lippi voll auf Grosso, der keine Minute bei dieser WM mehr verpassen sollte und im Achtelfinale den Wendepunkt Italiens bei dem Turnier in Deutschland herbeiführte

    Tottis Elfmeter gegen Australien in der Nachspielzeit, der den Einzug ins Viertelfinale besiegelte, wurde von Grosso rund 40 Minuten nach dem Platzverweis von Materazzi mehr geschunden, als wirklich herausgeholt. Bis heute fühlen sich die Socceroos um eine Verlängerung in Überzahl gegen den späteren Weltmeister betrogen, weil Lucas Neill Grosso nicht etwa böse von den Beinen holte, sondern der Italiener gegen den schon am Boden liegenden Australier clever einfädelte.

    Totti, Grosso und den Italienern war’s am Ende egal. Der Römer, der erst kurz vor der WM von einem Wadenbeinbruch genesen war, verwandelte staubtrocken und avancierte gemeinsam mit Grosso zum Helden der ersten K.o.-Runde. Viertelfinale statt Achtelfinal-Blamage.

  • Grosso ElfmeterGetty Images

    Fabio Grossos Schockmoment im WM-Finale und der gebrochene Fluch: “Du bist der Mann der letzten Minuten”

    Und so kam es letztendlich zu Grosso wohl größtem Moment der Karriere. 

    "Warum ich?", fragte er entsetzt, als ihm Trainer Lippi im Finale gegen Frankreich die Bürde des letzten Schützen nach Pirlo, Materazzi, De Rossi und Del Piero auferlegte. Totti war ausgewechselt worden, und obwohl der zu Juventus wechselnde Stürmer Luca Toni und Kapitän Cannavaro Alternativen gewesen wären, übertrug Lippi diese Verantwortung seinem bis zur WM wenig bekannten Linksverteidiger.

    "Du bist der Mann der letzten Minute", antwortete Lippi ohne zu zögern in Anspielung auf Grossos Heldentat in Dortmund gegen Deutschland. Den Beweis dafür lieferte Grosso tatsächlich, aber hier ging es nicht darum, in letzter Sekunde entscheidend aus dem Spiel heraus zu treffen, sondern darum, die Nerven zu bewahren und einen Elfmeter im größten Spiel seiner Karriere zu verwandeln. 

    Und darin war Grosso nie ein ausgewiesener Experte. Im Gegenteil. Er war in dieser Disziplin eher ein Greenhorn. Fünf Jahre vor dem Finale in Berlin hatte er seinen bis dato letzten Elfmeter geschossen - und verwandelt. 2001 war das für Chieti in der vierten italienischen Liga.

    "Ich habe alles versucht, um innerlich ruhig zu bleiben", sagte Grosso Jahre später in einem Interview mit der FIFA über die Momente vor seinem goldenen Schuss. "Bei sowas zählt Erfahrung wenig bis gar nichts. Technische Fähigkeiten sind natürlich wichtig, aber vor allem muss man in den Minuten vor dem Anlauf einen bestimmten mentalen Zustand erreichen können."

    Die Erinnerung an jene Momente ist den italienischen Fans auch nach so langer Zeit noch lebhaft im Gedächtnis geblieben. 

    Grossos langsamer Gang zum Ort der Entscheidung, bevor er den Ball in die Hand nimmt und ihn behutsam auf den Punkt legte. Lippi, der seine Brille abnimmt und sich über die Augen wischt, während die anderen auf der Bank gar nicht mehr hinschauen wollen. Cannavaro, der regungslos mit verschränkten Armen da steht, und Pirlo, der ihn von hinten umarmt. 

    Die Kameras schwenken zurück zu Grosso, der sich zum Schiedsrichter umdreht, dann seinen Blick neu fokussiert und weder Fabien Barthez noch das Tor anschaut. Sein Blick wirkt verloren, ohne jeglichen Anhaltspunkt. Er fährt sich schnell mit der Zunge über die Unterlippe, blickt kurz nach oben, nimmt Anlauf und trifft den Schuss perfekt. Mit links knallhart rechts oben in die Maschen. Barthez hat keine Chance und Italiens Bann ist endlich gebrochen.

    "Ich werde nie vergessen, dass ich den Fluch gebrochen habe, der über Italien lag", sagte Grosso über seinen Siegtreffer wohlwissend, wie Verlängerungen oder Elfmeterschießen für die Squadra Azzurra seit der Pleite im WM-Halbfinale 1990 gegen Argentinien aus elf Metern ausgegangen waren. 

    Da war Baggios Fehlschuss im Finale 1994, das vergeigte Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale gegen Frankreich 1998, Trezeguets Golden Goal im EM-Finale 2000, Ahn Jung-Hwans Golden Goal im WM-Viertelfinale 2002 für Südkorea. All diese tragischen Niederlagen machte Grosso mit seinem Schuss ins Glück vergessen. Dass es so kam, lag seiner Meinung nach auch an seinem Trainer. "Vor dem letzten Spiel waren wir etwas nervös, aber wir behielten die Nerven. Und Herr Lippi half uns entscheidend dabei, unser Selbstvertrauen wiederzufinden."

  • Grossos Aufstieg bei der WM 2006: Aus dem Nichts zum Nationalhelden

    Denn eben jenes italienische Selbstvertrauen und Selbstverständnis war am Vorabend des Turnierbeginns in seinen Grundfesten erschüttert worden. Der Calciopoli-Skandal rund um “Lucky Luciano” Moggi und Juventus kam ans Licht und stellte eine ganze Fußballnation bloß. Ein WM-Triumph in diesen dunklen Tagen? So ausgeschlossen wie Fabio Grossos Status als Nationalheld vor dem Turnier.

    “Mein Weg war der eines jungen Mannes, der sich mit Leidenschaft dem Fußball verschrieben hatte. Vier Jahre lang spielte ich in der Eccellenza, und mit 22 war ich immerhin in der Serie C2. Im besten Fall konnte ich von einem Engagement in der Serie A träumen”, sagte Grosso einmal der Republicca. Angebote aus dem italienischen Oberhaus lehnte er zunächst noch ab. "Ich wollte meinen eigenen Weg gehen, ohne etwas zu überstürzen."

    Eine Anekdote aus jener Zeit beschreibt Grossos damaligen Charakter perfekt. Am Vorabend eines Spiels in der Serie D klingelte sein damaliger Trainer bei den wichtigsten Spielern seiner Mannschaft durch, um sicherzugehen, dass diese nicht die Nacht zum Tag machten. Doch genau das tat Grosso damals mit seinen Freunden und ging nicht ans Telefon. 

    Seine Mutter antwortete seinem Trainer und vereinbarte ein Treffen am nächsten Tag, in dessen Verlauf Grosso ordentlich der Marsch geblasen wurde. “Ich fühlte mich noch wie ein Amateur”, sagte Grosso über den Vorfall damals. Sein Trainer verzieh ihm die Disziplinlosigkeit und stellte ihn trotz allem auf. Bereuen sollte er das nicht. "Im Spiel erzielte ich einen Hattrick und wir gewannen 6:2. Von diesem Tag an war ich Profi."

    Was viele aber nicht wissen: Während seiner ersten Schritte in seiner Profilaufbahn war Grosso kein Außenverteidiger, sondern Spielmacher. "Ich war ein Künstler, der zum Außenverteidiger wurde", sagte er später. Ein Spiel bei Perugia und die Sperre des etatmäßigen Linksverteidigers wurden zum Wendepunkt in Grossos Karriere. Er spielte so gut, dass dies fortan seine Stammposition war und er eine Zukunft in der Serie A hatte, denn die war alles andere als in Stein gemeißelt. 

    "An Weggabelungen habe ich fast immer den richtigen Weg eingeschlagen. Das ist Glück, aber nicht nur das", sagte er später und erinnert sich an sein verkorkstes Debüt in der Serie A. Gegen Inter Mailand traf Grosso kurz vor Schluss beim Stand von 2:2 nur den Pfosten, Inter fuhr einen Konter, an dessen Ende Grosso Gelb-Rot sah. Perugia verlor mit 1:4. "Ich hätte zusammenbrechen können, aber irgendwie habe ich mich gefangen und war danach wie neu geboren. Ich bereue nichts. Ich bin immer ich selbst geblieben."

    Und genau deshalb spricht er eigentlich nicht gerne über den Höhepunkt seiner Karriere, der ihn für den Rest seines Lebens begleiten wird. Weil er weiß, dass er eigentlich nicht für die Rolle des Nationalhelden taugte. Er war ein guter Fußballer, aber kein Star.

    "Das Problem waren die allgemeinen Erwartungen: Ich war nicht Antonio Cabrini oder Paolo Rossi, ich war nicht Salvatore Schillaci, aber alle erwarteten es von mir. Deshalb spreche ich nicht gern über meinen Elfmeter in Berlin. Er gehört zum Weg dazu, er ist eine Episode, aber ich habe so viel vor und nach diesem Schuss erlebt. Ich habe mich immer gefragt, was ein Amateur wie ich, der sich von so niedrigem Niveau aus allmählich in den Profibereich hochgearbeitet hat, unter den wahren Champions zu suchen hat. Ich hatte eigentlich nicht die Qualität, um dort mitzuhalten, aber ich wusste, wie ich mich behaupten konnte."

  • Grosso InterGetty Images

    Fabio Grossos langsamer Abstieg begann schon kurz nach der WM 2006

    Seine Heldentaten in Deutschland öffneten ihm nach der WM die Tür zum fußballerischen Paradies. Inter Mailand blätterte 5,5 Millionen Euro für den Weltmeistermacher hin. Grosso spielte fortan Champions League und gewann unter Roberto Mancini den Scudetto. Persönlich verlief es jedoch nicht ganz nach Wunsch.

    Er beendete die Saison mit 35 Einsätzen in allen Wettbewerben und drei Toren, spielte aber bei Inter keine zentrale Rolle. Nach nur einer Saison floh er zu Olympique Lyon, wo er immerhin in zwei Jahren die Ligue 1, den Coupe de France und den französischen Supercup gewann. Im Sommer 2009 kehrte Grosso trotz der Erfolge nach Italien zurück und schloss sich Juventus Turin an. 

    Dafür nahm er sogar eine Gehaltskürzung von 50 Prozent in Kauf, doch auch sein Abenteuer bei den Bianconeri, wo er die legendäre Nummer 6 trug, verlief nicht wie erhofft. Nach einer guten Debütsaison wurde der Außenverteidiger zunächst nicht mehr berücksichtigt, erst nahm ihn Trainer Luigi Delneri notgedrungen wieder in den Kader auf.

    Mit der Ankunft von Antonio Conte war Grossos Zeit bei Juve endgültig vorbei. Zwar spielte er zu Beginn der Amtszeit von Conte noch einige Male, wurde dann aber erneut komplett außen vor gelassen. Er war der einzige Spieler im Kader, der nicht an der Siegerehrung beim Scudetto-Gewinn teilnahm. Im Sommer 2012 wurde er vereinslos, sein Vertragsende bei Juve war gleichbedeutend mit seinem Karriereende. 

    Der Ehrgeiz, “der mich so ausgezeichnet hatte”, habe ihm gefehlt, um noch weiterzuspielen, sagte er damals: “Ich wollte aufhören, um mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen und meinen Hobbys wie Tennis und Boxen nachzugehen. Das ist mein Leben.”

    Doch so ganz ließ ihn das Fußballgeschäft auch nach dem Rücktritt nicht mehr los. 

  • Fabio Grosso schlägt eine Trainerlaufbahn ein und ist jetzt zurück in der Serie A

    Im Jahr 2013 begann Grosso seine Trainerkarriere bei der U19 von Juventus. Zunächst als Assistent von Andrea Zanchetta, dessen Stelle er anschließend übernahm. 2016 gewann er das Viareggio-Turnier und für die A-Jugend der Alten Dame ins Meisterschafts- und Pokalfinale.

    Seine ersten Gehversuche im Profibereich waren jedoch bemerkenswert unerfolgreich. In Bari ging er trotz guter Platzierung in der Serie B aufgrund vereinsinterner Probleme, die später in den Konkurs führten. In Verona, Brescia und Sion wurde er schnell entlassen

    Im März 2021 kehrte Grosso nach Italien zurück und übernahm bei Frosinone das Traineramt von seinem ehemaligen Weltmeisterkollegen Alessandro Nesta. Er konnte den Verein vor dem Abstieg bewahren und nicht nur das. Bis zum Ende der Saison 2022/23 blieb er in der Ciociaria und sicherte dem Team drei Spieltage vor Schluss den Aufstieg in die Serie A. Dennoch ging Grosso, heuerte wenige Monate später bei Ex-Klub Lyon an und fiel erneut damit auf die Nase. 

    Nach nur einem Sieg aus sieben Spielen war auch bei Olympique wieder Schluss. In Erinnerung geblieben sind einzig die schändlichen Attacken der Fans von Olympique Marseille auf den Mannschaftsbus von Lyon, in deren Verlauf Grosso eine blutende Wunde am Kopf erlitt. Das schockierende Bild zierte das Cover der L’Equipe am Folgetag.

    Mittlerweile ist Grosso wieder zurück in der Serie A. 2024/25 führte er US Sassuolo zum Aufstieg und es sieht aktuell tatsächlich nicht schlecht mit einem Klassenerhalt aus. Die schweren ersten Schritte in seiner Trainerlaufbahn hat Grosso so gemeistert wie den Stolperstart in seine Profikarriere, als er noch ein Amateur unter Champions war. 

    Dieses Durchhaltevermögen will er seinen Spielern nun weitergeben und vermitteln. “Ich möchte, dass sie lernen, in schwierigen Situationen durchzuhalten und sich nicht mit dem Nötigsten zufriedenzugeben. Es ist menschlich, Herausforderungen zu fürchten, aber diese Angst muss in Mut umgewandelt werden. Auf dem Platz darf man nie zu viel nachdenken, denn Nachdenken bremst die Aktionen. Für mich ist das Coaching auch eine Möglichkeit, etwas von dem Glück zurückzugeben, das ich hatte.”

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