Nasri ging nach Ablauf seines Vertrags bei Man City für die Saison 2017/18 zum türkischen Verein Antalyaspor. In der Türkei bestritt er nur acht Spiele und kehrte dann tatsächlich zurück in die Premier League, wo West Ham United ihn unter Vertrag nahm. Nach einem halben Jahr zurück in England wechselte er dann nach Belgien, wo er 2019/20 mit Vincent Kompany beim RSC Anderlecht spielte. Der Einjahresvertrag wurde nicht verlängert - und nach einem Jahr ohne Verein erklärte Nasri seine Karriere 2021 für beendet.
Nasri erklärte seitdem mehrfach, dass die "Drip Doctors" dafür verantwortlich seien, dass seine Karriere auf höchstem Niveau zu Ende ging: "Ich war mit meiner Familie im Urlaub. Ich wurde krank, ich hatte einen Virus. Ich verließ mein Zimmer nicht, ich litt unter Erbrechen, starken Kopfschmerzen, ich war völlig erschöpft", erklärte der Franzose im Jahr 2019 in einem Interview mit L'Équipe. "Ich rief einen Freund an und bat ihn, mir einen Arzt zu suchen. Er konnte keinen finden. Er sagte zu mir: 'Es gibt eine Klinik, die wird dich wieder aufpäppeln.' Vor allem, weil ich in zwei Tagen nach Sevilla zurückkehren würde."
Nasri führte aus: “Ich sagte OK. Ich kannte die Regeln (der WADA) nicht. Und das sollte übrigens allen jungen Spielern als Lehre dienen, die Anti-Doping-Regeln richtig zu lesen, wirklich aufmerksam zu sein, denn alles kann in eine ganz andere Richtung laufen. Um ehrlich zu sein, dachte ich nicht, dass etwas daraus werden würde. Diese Frau kam, um mir eine Vitamininfusion zu geben. Sie bat mich um ein Foto, ich sagte ja, denn ich hatte nichts Unrechtes getan. Ich war der Meinung, dass es sich nicht um ein Dopingmittel handelte, es war in Ordnung. Kann ich versprechen, dass ich nie gedopt habe? Ja, ich habe die Unterlagen übergeben, darin war kein Dopingmittel enthalten."
Der anschließende Bruch mit dem FC Sevilla traf Nasri ebenfalls hart, wie er verriet: "Ich war am Boden zerstört, weil ich dachte, ich würde für zwei Jahre gesperrt werden. Danach wollte ich nicht mehr spielen", schrieb er im Jahr 2020 auf Instagram. "Ich habe Sampaoli sogar gesagt, er solle mich nicht aufstellen, aber er wollte immer, dass ich spiele. Ich war verloren, ich war ängstlich und wütend auf alles. Ich habe es auf dem Platz nicht gezeigt, aber für mich war Fußball vorbei."
Der argentinische Trainer ging sogar offenbar noch weiter: "Sampaoli mochte mich so sehr, dass er zu mir sagte: 'Komm in unser Team, du kannst trinken, in Nachtclubs gehen, tun, was du willst, und ich werde dich decken. Ich verlange nur, dass du am Wochenende auf dem Platz gut spielst.' Als ich an einem Wochenende nicht spielen konnte und nach Hause zu meiner Familie fahren wollte, bot er mir an, auf mein Haus aufzupassen und meinen Hund zu versorgen", erzählte Nasri.
Der in Marseille geborene Mittelfeldspieler wurde einst zum neuen Zidane auserkoren, glänzte beim FC Arsenal und Manchester City - bis Pep Guardiola kam und ihn aussortierte. Seine Leichtigkeit im Umgang mit den "Drip Doctors" beendete seien Karriere auf höchstem Niveau schneller als gedacht - und seine damalige Freundin sorgte für gleich zwei Social-Media-Skandale.