Der Weg von Ben Dumigan, Verteidiger vom irischen Erstligisten Cork City FC, schien vorgezeichnet: Ein Wechsel in die Bundesliga, sich weiterentwickeln und möglicherweise zum Top-Profi reifen. Doch der Traum des 16-Jährigen wurde nun durch die schockierende Diagnose einer Krankheit am Herzen beendet.
Getty Images Sport"Diagnose hat mir vielleicht das Leben gerettet": 16-jähriges Nachwuchstalent muss Karriere beenden
WAS IST PASSIERT?
Der 16-jährige Ben Dumigan spielte bereits mit dem Gedanken, bald nicht mehr für Cork City FC aufzulaufen. Nach dem Debüt für die irische U17 im September vergangenen Jahres, wurde die TSG Hoffenheim auf den Defensivspieler aufmerksam und wollte ihn im Januar für deren U19-Mannschaft verpflichten. Doch dann die Erschütterung: Im Zuge der medizinischen Tests diagnostizierten Ärzte bei Dumigan die Herzkrankheit HCM, die das Talent zum Beenden seiner Karriere zwingt.
WAS IST DER HINTERGRUND?
HCM, also hypertrophe Kardiomyopathie, bedeutet eine asymmetrische Verdickung der Muskulatur der linken Herzkammer, unter der Betroffene leiden. Laut der vereinseigenen Website von Cork habe Dumigan zwar die gleichen Chancen wie alle anderen, ein langes und gesundes Leben zu führen. Jedoch: "Die Belastung, die der Leistungssport Fußball auf das Herz ausübt, setzt Ben einem höheren Risiko aus, einen potenziell tödlichen unregelmäßigen Herzrhythmus oder eine Arrhythmie zu entwickeln."
WAS WURDE GESAGT?
Seit der U14 spielte der 16-Jährige bereits für Cork und war kurz davor den nächsten Schritt in die deutsche Bundesliga zu schaffen. "Ich hätte nie gedacht, dass ich in einem so jungen Alter meinen Rücktritt vom Leistungssport bekanntgeben muss", erklärte Dumigan nach Erhalt der Diagnose und sprach von einem "Schock". Jedoch sei es auch wichtig, das Positive an seiner Geschichte herauszuarbeiten: "Auch wenn ich nie wieder Fußball spielen kann, hat mir die Diagnose vielleicht das Leben gerettet, und dafür bin ich sehr dankbar."
DIE REAKTION:
Während der Leidenszeit Dumigans stand ihm ein Mann immer mit einem offenen Ohr und helfend zur Seite: Liam Kearney, der Leiter von Corks Jugendakademie. "Er hat mich in dieser sehr schwierigen Zeit unglaublich unterstützt", so der junge Ire. Diese Unterstützung solle laut Kearney zukünftig auch nicht abreißen, sondern er wolle "auch weiterhin alles tun, um ihm zu helfen, sich an diese sehr bedeutende Veränderung in seinem Leben anzupassen".
Positive Einstellung und Durchhaltevermögen seien "Qualitäten, die ihm zweifellos auch in Zukunft zugute kommen werden" und die den Leiter der Jugendakademie in den vergangenen Monaten "sehr beeindruckt" hätten.

