Atalanta Bergamos Trainer Raffaele Palladino hat sich über das Verhalten der BVB-Bank um Chefcoach Niko Kovac während des Champions-League-Duells der beiden Mannschaften am Dienstagabend echauffiert.
AFPDeutliche Vorwürfe gegen den BVB! Ansage von Atalanta-Trainer lässt Niko Kovac verdutzt zurück
BVB vs. Atalanta: Palladinos Unmut gegenüber Kovac und Co.
Deutlich wurde Palladinos Unmut schon unmittelbar nach Atalantas 0:2-Niederlage im Signal-Iduna-Park. Als Kovac für den obligatorischen Handschlag auf seinen Trainerkollegen zuging, schimpfte jener bereits und deutete mit einer Geste zunächst an, dass er Kovac nicht die Hand reichen wolle. Widerwillig tat Palladino das dann doch, winkte dann aber wütend ab und verschwand ohne weiteren Kontakt in Richtung Kabine.
Kovac blieb sichtlich verdutzt zurück, während Atalantas Linksverteidiger Mitchell Bakker, der die gesamte Partie über auf der Ersatzbank gesessen hatte, versuchte, dem BVB-Trainer die Situation zu erklären.
Getty Images SportNiko Kovac kann Kritik von Atalanta-Trainer nicht verstehen: "Er war irgendwie sauer"
Etwas später auf der Pressekonferenz erklärte Palladino seine genervte Reaktion in Richtung Kovac dann. "Ich mag keine Proteste, sie haben sich über jede Kleinigkeit an der Seitenlinie beschwert", monierte der 41-Jährige, dass die Dortmunder seiner Meinung nach zu vehement auf Schiedsrichter Serdar Gözübüyük einwirkten. "Ich versuche, die Schiedsrichter ihre Arbeit machen zu lassen, egal ob gut oder schlecht", führte Palladino aus. Daher habe er Kovac "nur gesagt, dass er die Schiedsrichter einfach machen lassen soll."
Kovac wurde indes schon im TV-Interview bei Prime auf die Szene mit Palladino angesprochen. "Ich habe es auch nicht ganz verstanden. Er war irgendwie sauer", meinte der Kroate. "Ich habe ihn nicht verstanden, weil er es auf Italienisch gesagt hat. Ich weiß nicht, wo das Problem lag." Er vermutete zunächst, dass Dortmund nach dem Geschmack Atalantas "zu viel auf Zeit gespielt" habe, "was nicht der Fall war. In der ersten Halbzeit, denke ich mir, waren es eher die Italiener."
"So ist Fußball": BVB-Trainer Niko Kovac reagiert gelassen auf Atalantas Kritik
Auch für Kovac war der unterkühlte Handschlag mit Palladino auf der Pressekonferenz ebenfalls Thema. Die vermeintlich zu vielen Beschwerden der Dortmunder Bank habe er "nicht so gesehen und nicht wahrgenommen", betonte der 54-Jährige. "Es war auf beiden Seiten ganz normal, so ist Fußball."
Kovac hatte zuvor einen starken Auftritt seiner Mannschaft gesehen, bei dem Tore von Serhou Guirassy und Maximilian Beier für einen verdienten 2:0-Sieg sorgten. Für das Playoff-Rückspiel bei Atalanta nächsten Mittwoch hat der BVB damit eine sehr gute Ausgangsposition und wird alles daran setzen, in Italien den Einzug ins Achtelfinale der Champions League perfekt zu machen.
Getty ImagesDie nächsten Spiele des BVB
- 21. Februar: RB Leipzig vs. BVB (Bundesliga)
- 25. Februar: Atalanta Bergamo vs. BVB (Champions League)
- 28. Februar: BVB vs. FC Bayern München (Bundesliga)
- 7. März: 1. FC Köln vs. BVB (Bundesliga)



