Der Fußball hat eine weitere skurrile Geschichte zu bieten - diesmal erzählt vom heute 56-jährigen Ex-Profi Viktor Onopko. Der frühere russische Nationalspieler mit 109 Länderspielen erzählte im Podcast "El Bigote de Abadia", dass der FC Barcelona einst ernsthaft über eine Verpflichtung von ihm nachgedacht habe. Der Deal kam laut Onopko jedoch aus einem kaum zu glaubenden Grund nie zustande: wegen seines Äußeren.
Getty Images Sport"Deshalb haben sie mich nicht geholt": FC Barcelona soll Spieler nicht verpflichtet haben, weil er zu hässlich war
Onopko schilderte: "Ich habe erst kürzlich erfahren, dass Barcelona mich verpflichten wollte. Aber Cruyff oder einer seiner Assistenten meinte, ich sei hässlich, und deshalb haben sie mich nicht geholt."
Statt im Trikot der Katalanen spielte der Verteidiger von 1996 bis 2002 in Spanien für Real Oviedo - und durfte dort eine besondere Genugtuung erleben. Am 27. Mai 2001 gewann Oviedo ausgerechnet im Camp Nou.
Ein Erfolg, der für Onopko auch wegen des inzwischen verstorbenen Trainers Radomir Antic unvergessen blieb. Über den Serben sagte er anerkennend: "Antic zahlte unsere Siegprämie aus eigener Tasche. Er hatte es vor dem Spiel versprochen und hielt sein Versprechen."
AFPOnopkos Transfer zu Atletico platzte
Mit Antic verband ihn schon zuvor eine Geschichte: Als dieser Atletico Madrid trainierte, wollte er Onopko in die Hauptstadt holen. Der Transfer platzte jedoch, weil sein Berater mehrere Fehlentscheidungen traf.
Onopko erklärte, er habe auf eine Ausstiegsklausel bestanden, die ihm einen Wechsel ermöglicht hätte. Diese sei jedoch ohne sein Einverständnis aus dem Vertrag entfernt worden. "Ich hatte ein Angebot von Atletico, aber ich hatte bereits bei Oviedo unterschrieben. Sie sagten mir, dass ich bestraft würde, wenn ich nicht nach Oviedo ginge", berichtete er im Podcast.
Heute bezeichnet Onopko, der für Russland an den Weltmeisterschaften 1994 und 2002 teilnahm, Spanien als seine zweite Heimat: "Hier arbeitet man, um zu leben."
Nach seinem Abschied aus Oviedo im Jahr 2002 schloss er sich Rayo Vallecano an. Trotz des späteren Abstiegs blickt er positiv auf diese Zeit zurück. "Ich war auch bei Rayo glücklich. Präsident Rivero behandelte uns wie eine Mutter", erinnerte sich der ehemalige Profi.
Viktor Onopko: Stationen seiner Karriere
- 1986: Stachanowez Stachanow
- 1987-1988: Schachtar Donezk
- 1989: Dynamo Kiew B
- 1990-1991: Schachtar Donezk
- 1992-1995: Spartak Moskau
- 1995-2002: Real Oviedo
- 2002: Rayo Vallecano
- 2003: Alanija Wladikawkas
- 2004-2005: Saturn Ramenskoje

