Borussia Dortmund v FC Bayern München - BundesligaGetty Images Sport

Der Zeitpunkt könnte für beide Seiten schlimmer kaum sein! BVB verkündet Horror-Diagnose bei Emre Can

Emre Can hat sich im Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern einen Kreuzbandriss zugezogen. Das bestätigte der BVB am Tag nach der 2:3-Niederlage gegen den FC Bayern, durch die der Kampf um die deutsche Meisterschaft wohl endgültig und vorzeitig entschieden ist.

  • BVB sagt Emre Can trotz auslaufenden Vertrags "jede Unterstützung" zu

    "Emres Verletzung ist extrem bitter. Nicht nur für ihn, sondern für uns alle. Er ist unser Kapitän, stellt sich immer in den Dienst der Mannschaft und ist ein wichtiger Bestandteil unseres Klubs. Emre wird von uns in den nächsten Monaten jede Unterstützung bekommen, damit er wieder vollständig gesund wird", sagte Sportdirektor Sebastian Kehl.

    Bereits kurz nach Spielende hatte Trainer Niko Kovac große Bedenken geäußert, dass es Can im Zweikampf kurz vor der Pause mit Konrad Laimer schlimmer erwischt haben könnte.

    "Es ist bitter. Er hat noch weitergemacht und die zweite Aktion hat ihm den Rest gegeben - leider", sagte Kovac nach dem Abpfiff und äußerte schon da den Verdacht auf einen Kreuzbandriss. Nach ersten Tests der Teamärzte sehe es "ein bisschen danach aus", sagte er. Can habe "auch was gehört" und konnte zudem das Dortmunder Westfalenstadion nur auf Krücken verlassen.

    Can war an der Torauslinie in der 38. Minute mit dem rechten Knie übel weggeknickt, als er den Ball vor Laimer an der Torauslinie des BVB abschirmen wollte. Nach langer Behandlungspause machte der Kapitän noch einmal weiter, musste aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann doch vom Feld. Für ihn kam Atalanta-Pechvogel Ramy Bensebaini ins Spiel.

  • Werbung
  • Emre CanGetty Images

    BVB-Probleme nach Can-Schock immer schlimmer

    Die schwere Verletzung des 32-Jährigen ist sowohl für Can, als auch den BVB ein absoluter Albtraum. Can war erst kürzlich beim dramatischen Aus in der Königsklasse in Bergamo von einer Adduktorenverletzung zurückgekehrt. Er spielte trotz wochenlanger Zwangspause sofort von Beginn an, weil Dortmund nach den Verletzungen von Nico Schlotterbeck, Niklas Süle und Filippo Mane, sowie der schmerzhafte und überraschende Abgang von Chelsea-Leihgabe Aaron Anselmino die Innenverteidiger ausgegangen sind.

    Zwar kehrte Schlotterbeck nun im Topspiel gegen die Bayern zurück, doch durch die Can-Verletzung wird das große Problem in der zentralen Defensive wohl bis Saisonende steter Begleiter der Schwarzgelben bleiben. Womöglich wird nun der 18-jährige Luca Reggiani erneut und vermehrt Bewährungschancen erhalten. Der italienische Juniorennationalspieler hinterließ bei seinen vier Auftritten bislang durchaus einen guten Eindruck.

    Für den BVB und besonders für Can ist die schwere Verletzung dennoch doppelt schlimm, denn sein Vertrag in Dortmund läuft im Sommer aus und wurde offiziell zumindest noch nicht verlängert. 

  • Cans Vertrag beim BVB läuft aus: Fehlende Unterschrift als Verhängnis?

    Zwar berichteten Medien zuletzt, dass die Tendenz deutlich dahin gehe, mit dem verdienten und langjährigen Führungsspieler noch einmal bis 2028 weiterzumachen, allerdings zu deutlich reduzierten Bezügen. 

    Can soll aktuell mit kolportierten neun Millionen Euro Jahresgehalt zu den Topverdienern beim BVB zählen. Das soll sich mit dem neuen Kontrakt nun wieder ändern. Mitte Januar hatte die Bild berichtet, dass lediglich noch die Unterschrift unter einen neuen Vertrag fehle. Könnte ihm das nun zum Verhängnis werden?

    Vermutlich nicht. Der BVB wird wohl kaum seinen schwer verletzten Kapitän in die Vereinslosigkeit verabschieden, obgleich er zunächst sportlich monatelang keinen Mehrwert für die Mannschaft haben wird. Allerdings hatte er das auch nicht nach dem spektakulären Endspurt in der vergangenen Saison.

    Schon damals plagte sich Can mit hartnäckigen Adduktorenproblemen herum und fiel nach Ende der Spielzeit monatelang aus. Fast ein halbes Jahr nach der geglückten Champions-League-Qualifikation am letzten Spieltag der Saison 2024/25 kehrte er in einem Pflichtspiel wieder zurück auf den Rasen. Berichten zufolge sollen die Adduktorenprobleme letztlich eine langwierige Schambeinverletzung zur Folge gehabt haben.

    Allerdings soll Can laut Kovac trotz der langen Pause einen überaus positiven Einfluss auf die Mannschaft gehabt haben als Mentor und Antreiber hinter den Kulissen. Für Kovac ist Can neben Julian Brandt, Nico Schlotterbeck und Gregor Kobel der wichtigste Ansprechpartner aus der Mannschaft und legt großen Wert auf die Meinung des Kapitäns. 

    Dieser wird ihm nun erneut für lange Zeit zumindest auf dem Platz fehlen.

Häufig gestellte Fragen

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 in Dortmund gegründet. 

Die Lizenzfußballabteilung des BVB ist seit 1999 als Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA aus dem Ballspielverein Borussia 09 e.V. ausgegliedert und börsennotiert. Aktionäre mit höheren Anteilen sind beispielsweise die Sponsoren Evonic, Signal Iduna und Puma. Die Kontrolle über den Verein behält allerdings die Komplementär-GmbH Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, die dem Verein weiterhin zu 100 Prozent gehört.

Das Stadion heißt seit Dezember 2005 offiziell Signal-Iduna-Park, wird allerdings häufig noch Westfalenstadion genannt - der frühere Name.

Der Signal-Iduna-Park ist mit einer Kapazität von 81.365 Fans bei nationalen Spielen eines der größten Fußballstadien Europas. Bei internationalen Partien, wenn Steh- zu Sitzplätzen umgewandelt werden müssen, passen rund 66.000 Menschen in das Stadion. 

Borussia Dortmund hat in der Vereinsgeschichte insgesamt 22 Titel gewonnen, darunter auch einmal die Königsklasse: Im Jahr 1997 schlug der BVB im Finale Juventus Turin mit 3:1.

Die Dortmunder haben neben fünf DFB-Pokalsiegen auch die nationale Meisterschaft häufig gewonnen. Mit acht Titeln sind sie der dritterfolgreichste Klub nach dem 1. FC Nürnberg (9 Meisterschaften) und dem FC Bayern München (34 Meisterschaften).

Die meisten Pflichtspiele im BVB-Trikot hat Michael Zorc absolviert (562 Partien von 1981 bis 1998), gefolgt von Mats Hummels (508 Einsätze zwischen 2008 und 2024).

Toptorschütze der Borussia ist Adi Preißler mit 177 Toren in 278 Einsätzen in den 40er- und 50er-Jahren. Knapp hinter ihm liegt Marco Reus mit 170 Buden.

Der BVB hatte zahlreiche prominente Spieler in seinen Reihen, beispielsweise Matthias Sammer, Michael Zorc, Lars Ricken, Karl-Heinz Riedle, Jürgen Kohler, Stefan Reuter, Dede, Robert Lewandowski, Marco Reus, Jude Bellingham, Erling Haaland oder Mats Hummels.

Auch an der Seitenlinie standen einige prominente Namen. Unter Ottmar Hitzfeld gewann der Klub neben Meisterschaften in 1997 die Champions League, auch unter Jürgen Klopp (u.a. 2x Meisterschaft, 2x DFB-Pokal), Thomas Tuchel (DFB-Pokal) und Matthias Sammer (Meisterschaft) sammelte Dortmund einige Trophäen.

Spitznamen hat Borussia Dortmund einige. Die Abkürzung "BVB" ist die gängigste Bezeichnung, auch "die Schwarz-Gelben" und "die Borussen" fallen oft. 

0