In seinem zweiten Jahr in Belgien läuft es für Orban nicht mehr so gut. Er kann nicht an seine Torquote aus dem vorherigen Jahr anknüpfen und hat Schwierigkeiten, seinen Frust darüber zu verbergen. Trainer Hein Vanhaezebrouck degradiert ihn deshalb immer öfter zum Einwechselspieler – sehr zum Unmut des Stürmers.
"Es ist nicht einfach für ihn", äußerte sich der Trainer zu seiner Entscheidung. "Letztes Jahr war er der Held und alles, was er anfasste, wurde zu Gold. Jetzt erlebt er die andere Seite der Medaille, aber das kann ihn für die Zukunft nur stärker machen."
Ein Transfer erweist sich als unvermeidlich, auch wenn Gent am Ende 'nur' vierzehn Millionen Euro erhält. Das ist deutlich weniger als die rund dreißig Millionen Euro, die im Sommer davor gefordert worden war. Olympique Lyon bedient sich in Gent und holt neben Orban auch Malick Fofana.
In Lyon kommt Orban jedoch kaum zum Einsatz. Mit der Klublegende Alexandre Lacazette vor ihm bekommt er nur wenige Minuten. Es folgt ein schneller Abgang, auch aufgrund von Lyons schwieriger finanzieller Situation - und Orban fügt seinem Fußball-Lebenslauf ein weiteres Land hinzu: Deutschland.
Bei der TSG Hoffenheim startet der Stürmer hervorragend in sein neues Abenteuer und erzielt vier Tore in sieben Spielen. Doch dann kommt er nicht mehr auf die Einsatzminuten - und bald folgt der nächste Wechsel. Diesmal ist es Hellas Verona, das Orban im Sommer für eine Saison per Leihe holt – mit Kaufoption.
Allerdings scheint der Abstieg für das Schlusslicht der Serie A das wahrscheinlichste Szenario zu sein. Dass ein Abstiegskandidat dann eine Kaufoption über acht Millionen Euro zieht, erscheint eher unwahrscheinlich. Daher ist die Möglichkeit gegeben, dass Orban im Sommer erneut den Klub wechselt.
"Mein größter Traum ist es, in der Premier League zu spielen", sagt er. "Manchester United, Liverpool, Manchester City. Für Arsenal hingegen kann ich mich nicht so begeistern. Es sieht immer so aus, als wollten sie dort keine Titel gewinnen. Ich will dorthin gehen, wo sie das tun."